Fußball

Champions League: Gladbach hofft auf das Wunder von Kiew

Borussia Mönchengladbach will das Wunder von Kiew schaffen: Mit einem furiosen Sturmlauf möchte der fünfmalige deutsche Meister am Mittwoch für eines der größten Comebacks der Vereinsgeschichte sorgen und doch noch in die Gruppenphase der Champions League einziehen.

- "Wir werden volle Pulle nach vorne spielen. Von uns wird nicht viel erwartet, das kann unsere Chance sein", sagt Stürmer Mike Hanke vor der Herkulesaufgabe im Play-off-Rückspiel bei Dynamo Kiew (20.45 Uhr/ZDF und Sky).

Mindestens drei Tore braucht die Borussia vor 70.000 Zuschauern im ausverkauften EM-Final-Stadion, um das bittere 1:3 aus dem Hinspiel zu drehen. "Keine Frage, das wäre schon in die Kategorie 'Fußballwunder' einzuordnen. Aber die gibt es ja immer wieder, deshalb werden wir versuchen, den Traum noch wahr zu machen", sagt Sportdirektor Max Eberl. Vize-Präsident Rainer Bonhof ergänzte: "Ich bin zuversichtlich, denn wir haben schon im Hinspiel ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir wollen unsere Chance nutzen - im Fußball ist alles möglich." Auch finanziell wäre die Königsklasse bei Zusatzeinnahmen in Höhe von acht Millionen Euro ein Hauptgewinn.

Kapitän Filip Daems betonte, dass "wir kein Tor bekommen dürfen und trotzdem viel Druck machen müssen. Wir werden die Herausforderung annehmen". Mut macht immerhin die Statistik: Zweimal verlor der fünfmalige Meister in seiner langen Europapokal-Geschichte ein Hinspiel mit 1:3, beide Male gelang noch die Wende. Allerdings hatte die Borussia sowohl gegen Wacker Innsbruck (1978) als auch den 1. FC Magdeburg (1982) im Rückspiel Heimrecht.

Spannend wird die Frage der Marschroute, die der sonst eher auf Sicherheit bedachte Lucien Favre seiner Mannschaft mitgibt. Zumindest nominell wird der Schweizer wohl nichts am gewohnten 4-4-2 ändern, neben dem bisher glücklosen Millionen-Einkauf Luuk de Jong wird der gegen Hoffenheim (2:1) mit einem Kopfball erfolgreiche Hanke stürmen.