Fußball

1:1 in Moskau - Stuttgart steht in der Europa League

Vedad Ibisevic trifft auch im Play-off-Rückspiel

- Stürmer Vedad Ibisevic hat alle Zweifel ausgeräumt und den VfB Stuttgart in die Europa League geschossen. Nach seinem Doppelpack zum 2:0 im Hinspiel traf der Bosnier auch beim 1:1 (0:0) im Play-off-Rückspiel bei Dynamo Moskau um den Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi zur wichtigen Führung (64.). Alexander Kokorin gelang nur noch der Ausgleich (78.). Nach einjähriger Abstinenz darf sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia damit wieder über Gruppenspiele auf internationalem Parkett freuen, Kuranyi bleibt diese Ehre dagegen seit seinem Wechsel nach Russland weiter verwehrt.

"Das war ein geiler Tag heute. Die Jungs haben lange gebuckelt, um in der Europa League spielen zu dürfen", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic: "Jetzt haben sie es geschafft. Wir hoffen jetzt natürlich, dass wir in der Gruppe gute Partien ziehen." Kuranyi war nach der Niederlage gegen seinen Ex-Klub enttäuscht. "Wir haben von Anfang an Druck gemacht", sagte der 30-Jährige: "Dann bekommen wir ein blödes Gegentor, damit war alles vorbei. Wenn es nicht gegen uns gewesen wäre, hätte ich mich sehr für den VfB Stuttgart gefreut."

Vor 9000 Zuschauern in der Arena Chimki war Stuttgart von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, musste aber lange auf die erste echte Torgelegenheit warten. Die Gastgeber begannen engagiert und laufstark. Agiler als der 52-malige Nationalspieler Kuranyi wirkte dabei in der Anfangsphase dessen Sturmpartner Kokorin, der zweimal für Gefahr vor dem Tor von Sven Ulreich sorgte (13./17.).

Shinji Okazaki war es, der in der 23. Minute die erste Drangphase seines Teams eröffnete: Aus kurzer Distanz scheiterte er an Anton Schunin im Moskauer Tor. Nur Minuten später hatte Harnik die Führung auf dem Fuß (27.). Der österreichische Nationalspieler setzte eine Hereingabe Sakais aus vollem Lauf an den Pfosten.

Mit einer Schrecksekunde für den VfB begann die zweite Hälfte: Der Ecuadorianer Christian Noboa kämpfte sich gleich nach Wiederanpfiff bis zum Strafraum der Stuttgarter durch, sein unkonventioneller Heber klatschte auf die Latte (46.). In der Folge verlor die Begegnung an Fahrt. Mit dem Hinspielerfolg im Rücken machte der VfB das Spiel, ohne dabei konsequent nach vorne zu spielen. Ein Traumpass von Tamas Hajnal war es, der Ibisevic schließlich in Szene setzte.