Basketball

Geburtstagsgeschenk für Pesic

Deutsche Basketballer glänzen in der EM-Qualifikation mit vier Siegen in vier Spielen

- Als das Geburtstagskind Svetislav Pesic zum Rückflug aus Aserbaidschan in die Maschine stieg, war das Geschenk noch nicht ganz fertig. Der 63-Jährige braucht etwas Geduld, eigentlich muss nur noch die Schleife drumgemacht werden. Der Bundestrainer darf sich aber schon auf das EM-Ticket freuen, nach vier Siegen aus vier Spielen ist den deutschen Basketballern die Qualifikation für die Endrunde in Slowenien (4. bis 22. September 2013) fast nicht mehr zu nehmen.

"Der Boss hat Geburtstag", schrieb Nationalspieler Bastian Doreth bei Facebook und präsentierte dabei das Präsent der Mannschaft. Der Trainer bekam ein Foto von einer Maschine der Fluglinie "Pesic Air", auf dem Rumpf sind die Spieler, auf dem Leitwerk ist der Trainer abgebildet. "Happy Birthday Coach!", steht darüber. Der Höhenflug der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hatte sich zuvor auch in Baku fortgesetzt. Durch sind die DBB-Riesen rechnerisch zwar noch nicht. Aber es ist fast unmöglich, noch zu scheitern. Acht Punkte hat das deutsche Team auf dem Konto, zwölf sind damit sicher, da es auch für jede Niederlage einen Zähler gibt. Weil neben den beiden Ersten aus jeder der sechs Gruppen auch die vier besten Dritten in der eher leichten Qualifikation ein Ticket bekommen, ist schon viel geschafft.

Souverän hat die von Pesic verjüngte Mannschaft ihre Aufgaben unter der Regie des Rückkehrers gemeistert. Alle Siege waren am Ende deutlich, auch wenn es zwischenzeitlich immer mal eng wurde. Doch trotz der Unerfahrenheit hat das Team gerade in den entscheidenden Phasen nicht gewackelt, im Gegenteil: Wenn es heiß wurde, war die Mannschaft da.

Auch am Montagabend in Aserbaidschan. Sieben Minuten vor dem Spielende verkürzten die Gastgeber in Baku ihren Rückstand auf sechs Punkte, doch die Pesic-Schützlinge sorgten schnell wieder für klare Verhältnisse. 85:68 (43:34) hieß es, als die Schlusssirene ertönte. Am Ende war es eine klare Sache, so wie in den vorherigen Spielen gegen Luxemburg (101:53), Schweden (81:66) und in Bulgarien (82:70).

Schlüssel zum Erfolg im ersten Länderspiel gegen Aserbaidschan war einmal mehr eine geschlossen starke Leistung - und das Verständnis auf dem Feld. "Wir haben sehr gut als Team gespielt", sagte Pesic. In Lucca Staiger (18), Heiko Schaffartzik (16), Robin Benzing (15), Tibor Pleiß (15) und Per Günther (14) trafen gleich fünf Spieler zweistellig. Und: "Wir haben exzellent verteidigt", so Pesic.