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Beckham als Gesicht der Paralympics

Der Anlauf ist etwas wacklig, doch dann offenbart David Beckham als Blinder ungeahnte Talente. Der erste Siebenmeter geht knapp links vorbei, der zweite klatscht ans Lattenkreuz, der dritte schlägt fulminant im Winkel ein.

Die Mitspieler erkennen es am bekannten und geliebten Geräusch, wenn der Rasselball sich ins Netz wickelt, und applaudieren euphorisch. Der erste Kommentar im Internet lautete: "Wusste gar nicht, dass Beckham Elfmeter schießen kann." Wie man's macht, macht man's verkehrt.

Fakt ist jedoch: In London ist David Beckham derzeit allgegenwärtig - als Gesicht der Paralympics. Als sicher gut bezahlter Werbeträger für ein große Supermarkt-Kette, aber doch so herzlich, dass man sein ernstes Anliegen spürt. "Die Hingabe, Disziplin und Leistungsfähigkeit dieser Sportler haben mich schon immer umgehauen", sagt der 37-Jährige. Er weiß inzwischen, wovon er spricht. Mit dem britischen Blindenfußballteam hat er schon trainiert und sich dabei nicht in allen Belangen so gut geschlagen wie beim Siebenmeterschießen: "Das war eine fantastische Erfahrung für mich."