Leichtathletik

Drei weitere London-Sieger beim Istaf

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Bisher ist es nur eine fixe Idee.

- Weil Robert Harting nach seinem Triumph im Londoner Olympiastadion den Diskus beiseite gelegt und im Goldrausch zur Gaudi des Publikums ein paar Hürden genommen hatte, die gerade auf der Laufbahn standen, haben die Organisatoren des Istaf einen Plan ausgeheckt. Der Berliner Hüne könnte doch mit dem besten Hürdensprinter der Welt ein öffentliches Training bestreiten, damit die Leichtathletik-Traditionsveranstaltung vor ihrer 71. Auflage am Sonntag noch etwas mehr Aufmerksamkeit erhielte.

Noch wurde mit Harting darüber nicht verhandelt, aber dass ihm das Istaf besonders am Herzen liegt und er ohnedies für so manche PR-Aktion zu haben ist, hat er schon öfter bewiesen. Und sein möglicher Trainingspartner ist sogar bereits da. Aries Merritt aus den USA, Schnellster über 110 Meter Hürden, ist einer von drei weiteren Olympiasiegern, die von den Istaf-Machern verpflichtet wurden und traf gestern in Berlin ein. Die anderen beiden sind der britische Weitspringer Greg Rutherford und die US-amerikanische Sprinterin Bianca Knight, Mitglied der in Weltrekordzeit siegreichen 4x100-Meter-Staffel. "Wir haben jetzt acht Olympiasieger in 16 Wettbewerben - ich finde, das kann sich sehen lassen", sagte Pressesprecher Claus Frömming.

Zugesagt haben außerdem die mit Olympiagold dekorierten Tatjana Lysenko (Russland, Hammer), Barbora Spotakova (Tschechien, Speer), Tomasz Majewski (Polen, Kugel), Felix Sanchez (Dominikanische Republik, 400 Meter Hürden) - und Lokalmatador Harting natürlich. Auch alle weiteren sieben deutschen Medaillengewinner von London sind in Berlin dabei.

Bei diesem Starterfeld muss es nicht bleiben. Nach dem Sportfest "Weltklasse in Zürich" am Donnerstag hoffen die Berliner noch den einen oder anderen prominenten Istaf-Teilnehmer vermelden zu können. Yohan Blake, nach seinem Landsmann Usain Bolt der zweitschnellste Mann der Welt und im vergangenen Jahr eine der großen Stars beim Istaf, hat sich für Zürich und Zagreb, aber gegen die deutsche Hauptstadt entschieden. Der Jamaikaner hatte 2011 im Berliner Olympiastadion in 9,82 Sekunden einen Meetingrekord aufgestellt. Darüber traurig zu sein, hilft nichts, "wir freuen uns über die, die da sein werden", so Frömming.

Abgesehen von den Teilnehmern - es werden sehr viele sein. Gestern meldeten die Organisatoren, dass bereits 50.000 Tickets verkauft worden sind. Im vergangenen Jahr kamen 52.600 Besucher, "und wir sind sehr zuversichtlich", so Frömming, "diese Zahl zu übertreffen".

( diw )