Volleyball

Mission Titelverteidigung beginnt

BR Volleys bereiten sich bei hochklassigen Turnieren auf die Saison vor

- Große Aufgaben stehen bevor. Deshalb hat Kaweh Niroomand, der Geschäftsführer des deutschen Volleyball-Meisters BR Volleys, am vergangenen Wochenende sein gesamtes Organisationskomitee zur Klausurtagung zusammengetrommelt. Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Trainer, bis auf die Spieler eigentlich alle, die den Erfolg gewährleisten sollen. Das Treffen fand in angenehmer Atmosphäre statt, bei Sonnenschein in Waren an der Müritz. Herrliches Wetter, herrliche Bedingungen - herrliche Aussichten? Was der Plan ist, hat Niroomand unmissverständlich klar gemacht: "Unsere Mission ist die Titelverteidigung."

Ein weiterer Teil des Plans ist es, eingespielter zu sein als im vergangenen Herbst. Da hatte die Mannschaft nur wenige gemeinsame Tage der Vorbereitung. Der Auftakt hat es in sich. Am 15. Oktober kommt zur Saisoneröffnung der Volleyball-Bundesliga Rekordmeister VfB Friedrichshafen in die Schmeling-Halle. Danach geht es um Punkte beim Vizemeister Haching, darauf folgen die ersten Champions-League-Spiele, Partien gegen Moers sowie in Dresden und bereits am 7. November der nächste Auftritt in Haching, dann im Pokalwettbewerb. Das sind acht mehr oder weniger schwere Partien in nur vier Wochen. Gerade in der Münchner Vorstadt möchten die Volleys bestehen, "wir wollen nicht wieder wie im letzten Jahr sang- und klanglos in Haching ausscheiden", betont ihr Manager.

Seit Montag läuft der Vorverkauf für die Tickets zu allen Wettbewerben, seit Montag trainiert auch die Mannschaft wieder gemeinsam. Ende August stoßen die US-Amerikaner Scott Touzinsky und Kawika Shoji dazu, aber erst Mitte September ist das Team komplett. Denn vorerst fehlen der Tscheche Martin Krystof, der Kroate Roko Sikiric und der Deutsche Felix Fischer, die zu Lehrgängen ihrer Nationalmannschaften berufen wurden. "Für Felix freut mich das sehr", sagt Niroomand, auch wenn es den Volleys in diesem Moment nicht unbedingt weiterhilft.

Robert Kromm, wie Fischer vor den Olympischen Spielern von Bundestrainer Vital Heynen ausgemustert, entschied, in Berlin zu bleiben und sich weiter auf die Aufgaben mit seinem Verein vorzubereiten. "Robert hat jetzt den Ehrgeiz zu zeigen, dass er in Deutschland der beste Mann auf seiner Position ist", beschreibt Niroomand die Motivation des Außenangreifers, den es nach sechs Jahren Italien und einem Jahr Russland zurück nach Berlin zog, "er wird sich richtig ins Zeug legen." Die Berliner hoffen auch, dass Paul Carroll bald einsatzbereit ist. Der Australier hat eine Schulteroperation hinter sich, die er aber gut überstanden hat. In seiner ersten Saison für die Volleys hatte er kaum einmal seine Stärke zeigen können, weil ihn ständig Schmerzen behinderten.

Um so gut wie möglich vorbereitet zu sein, haben die Berliner einen umfassenden Turnierplan entwickelt. Die Mannschaft reist zum Beispiel nach Polen, Belgien und Österreich und trifft dort auf hochkarätige Gegner. Viele von ihnen haben Champions-Leaue-Erfahrung. Perfekt, denn auch das zählt zu den Zielen der BR Volleys: sich in Europa etablieren.