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LondonNews I

Judo: Kopftuchverbot für saudische Starterin ++ Verkehr: Seilbahn-Panne lässt Gäste über der Themse hängen ++ Medaillenzählen: Ministerwette: Rudern oder Hockeykluft ++ Politikum: Britischer Premier Cameron gegen Schweigeminute

Kopftuchverbot für saudische Starterin

Die saudische Judoka Wojdan Ali Seraj Abdulrahim Shahrkhani (bis 78 Kilogramm) darf bei den Wettkämpfen in London kein Kopftuch tragen. Dies sei bei Judo-Kämpfen zu gefährlich und verstoße zudem gegen "dein Geist der Sportart", begründete der Internationale Judo-Verband seine Entscheidung. Die Judoka wäre eine der beiden ersten weiblichen Athleten aus Saudi-Arabien in der Geschichte der Sommerspiele.

Seilbahn-Panne lässt Gäste über der Themse hängen

In einer zu den Spielen eröffneten Panorama-Seilbahn haben einige Fahrgäste gestern länger etwas von der Aussicht gehabt als vorgesehen. Wegen eines technischen Defekts blieben ihre Gondeln über der Themse hängen, wie die Betreiber der "Emirates Air Line" mitteilten. Nach etwa einer halben Stunde konnten alle betroffenen Passagiere befreit werden. Die Seilbahn verbindet die North Greenwich Arena und das ExCeL Exhibition Centre - zwei der wichtigsten olympischen Wettkampfstätten.

Ministerwette: Rudern oder Hockeykluft

Der britische Olympia-Minister Hugh Robertson und die australische Sportministerin Kate Lundy haben eine Wette abgeschlossen, welches Team die meisten Goldmedaillen gewinnt. Wenn Großbritannien die meisten Goldenen holt, will die frühere Ruderin Lundy in britischer Ruderkleidung die olympische Strecke in Eton Dorney entlangfahren. Für den Fall, dass die Aussies mehr Siege einfahren, hat Robertson versprochen, in australischer Hockey-Kleidung den Ball rund ums Australia House in London zu dribbeln.

Britischer Premier Cameron gegen Schweigeminute

Der britische Premierminister David Cameron hat sich gegen eine Schweigeminute für die Opfer des Olympia-Attentats von München 1972 während der Eröffnungsfeier ausgesprochen. Für den Mord an elf Mitgliedern des israelischen Teams vor 40 Jahren müsse es eine "angemessene Erinnerung" geben, sagte Cameron. "Ich glaube, das ist geschehen", sagte er und schloss sich damit der IOC-Meinung an.