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Leichtathletik: Ariane Friedrich denkt über Verzicht nach ++ Otto hofft auf schnellen Ersatz für seinen "Wunderstab" ++ Tischtennis: Boll klagt über Schmerzen im Schlagarm ++ Fechten: Duplitzer attackiert die deutschen Funktionäre ++ Fackellauf: Bach zum vierten Mal als Fackelträger dabei

Ariane Friedrich denkt über Verzicht nach

Hochspringerin Ariane Friedrich zieht nach der enttäuschenden Höhe von 1,84 Metern bei einem völlig verregneten Wettkampf in Pergine (Italien) inzwischen sogar einen Verzicht auf Olympia in Betracht. "Wenn wir das Gefühl haben, dass sie definitiv keinen Boden unter die Füße bekommt, wird sie in London nicht starten. Aber dieses Gefühl haben wir bislang noch nicht", sagte Trainer Günter Eisinger, dessen Schützling nach einem Achillessehnenriss immer noch nicht in Form gekommen ist und dennoch nominiert wurde. "Wir geben nicht auf", fügte Eisinger hinzu. Ob Friedrich vor der Qualifikation in London am 9. August noch einen Wettkampf absolviert, ließ er offen.

Otto hofft auf schnellen Ersatz für seinen "Wunderstab"

Für Björn Ottos "Wunderstab", mit dem er bei der EM auf Platz zwei der Weltrangliste gesprungen war (5,92 m), soll aus den USA noch rechtzeitig Ersatz kommen. Sein siegtaugliches Arbeitsgerät hatte vor einer Woche beim Diamond-League-Meeting in London einen Knacks erlitten und ist nicht einsatzfähig. Es handelt sich dabei um einen extrem harten Stab für die großen Höhen, den derzeit kein anderer in der Welt zu springen vermag.

Boll klagt über Schmerzen im Schlagarm

Rekordeuropameister Timo Boll soll nach seinem vorzeitigen Ausstieg beim Olympia-Testturnier in Rotenburg/Fulda wegen Bizeps-Schmerzen am Schlagarm am Montag beim Bad Nauheimer Orthopäden Johannes Peil noch einmal gründlich durchgecheckt werden. Der Abflug von Boll und seinen Mannschaftskollegen Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger und Patrick Baum nach London ist für Mittwoch geplant. Bolls Einstieg ins Olympia-Turnier steht am 30. Juli auf dem Programm.

Duplitzer attackiert die deutschen Funktionäre

Fechterin Imke Duplitzer hat den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) scharf angegriffen. "Unser Verband kriegt nix geregelt. Von einer Strategie sind wir weit entfernt", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Die 36-Jährige weiter: "Wenn ich mich mit Dr. Michael Vesper (Generaldirektor des DOSB, d. R. ) unterhalte oder wenn ich von weitem mal Präsident Thomas Bach sehe - ich glaube, die raffen das gar nicht mehr. Das, was die erzählen, zählt für 0,5 Prozent der 392 deutschen Olympia-Sportler."

Bach zum vierten Mal als Fackelträger dabei

DOSB-Präsident Thomas Bach gehört in London zu den prominenten Fackelläufern. Der Fecht-Olympiasieger wird am Donnerstag als Läufer mit der Nummer 161 im Stadtteil Westminster an den Start gehen. Bach ist bereits zum vierten Mal Fackelträger, hatte das olympische Feuer schon 2004 in Berlin getragen, 2008 in Peking und 2010 in Vancouver und empfindet den Fackellauf "fast so emotional wie eine Siegerehrung".