Religion

Der heilige Luigi schützt die Fußballer

Es genügt ein kurzes Studium der Schutzheiligen, dann reift die Erkenntnis, dass es von denen wirklich enorm viele gibt.

Alle haben quasi einen Patron oder eine Patrona, auch jede Berufsgruppe: Für Latrinenreiniger (ausdrücklich!) ist Papst Julius I. zuständig, Diplomaten werden vom Erzengel Gabriel begleitet, Finanzbeamte legen ihr Wohlergehen in die Hände von Matthäus, und Polizisten, Postboten und Radiosprecher müssen sich den Erzengel Michael teilen.

Natürlich haben auch Fußballer einen Schutzheiligen: den Italiener Luigi Scrosoppi. Am Sonntag ist der erstmals in ein deutsches Gotteshaus eingezogen. Ein Priester hat ihn in der St. Joseph-Kirche in Hannover geweiht. Luigi hat eine Mähne wie Jürgen Klinsmann und hält in der Hand einen Fußball.

Sein Transfer war nicht einfach, die Exklusivrechte an ihm hält eine Schnitzerei in Südtirol, es war also eine Ablöse fällig - über die Höhe schweigt die Kirche. Luigis Motto war: "Arbeite, leide und schweige." Er könnte also auch gut Patron der Opel-Mitarbeiter sein. Aber die haben ja schon den heiligen Christophorus.