Boxen

Muhammad Ali erhält die Freiheitsmedaille

Box-Legende Muhammad Ali wird für die Bemühungen um die Menschenrechte und den weltweiten Frieden mit der Freiheitsmedaille der amerikanischen Stadt Philadelphia ausgezeichnet.

Die seit 1989 jährlich verliehene "Liberty Medal" werde dem 70-Jährigen am 13. September übergeben, teilten die Organisatoren des National Constitution Centers gestern mit. Frühere Preisträger waren unter anderem der Regisseur Steven Spielberg und die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George Bush. Auch der frühere polnische Präsident Lech Walesa zählt zu den Ausgezeichneten, ebenso wie der ehemalige britische Premierminister Tony Blair. Ali ist der erste Sportler, der die Medaille erhält.

Der ehemalige Schwergewichtsboxer hatte sich unter anderem offen gegen den Vietnamkrieg ausgesprochen. Im April 1967 wurde ihm sogar der Weltmeistertitel aberkannt, weil er sich geweigert hatte, seinen Wehrdienst anzutreten. Wegen Wehrdienstverweigerung war Ali zu fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt worden, blieb gegen Kaution aber auf freiem Fuß.