EM 2012

Papa ist der Beste

Was gibt es Schöneres, als im Moment des größten Triumphes seine Liebsten um sich zu scharen und den Augenblick gemeinsam zu genießen?

Das dachten sich wohl auch die Spanier, die den Rasen von Kiew nach dem historischen Triumph gegen Italien flugs in einen tanzenden Kindergarten verwandelten. Mitten drin im bunten Treiben: Nora und Leo, die beiden Kinder von Fernando Torres. Der Stürmer hatte allen Grund zu feiern, sicherte er sich neben dem Titel doch auch die Torjägerkanone.

Mit seinem Tor zum 3:0 zog er mit dem Quintett, darunter auch Mario Gomez, gleich, das bereits dreimal getroffen hatte. Doch erst seine Vorlage zum 4:0 durch Mata machte Torres zur Nummer eins unter den Torjägern. Praktisch im letzten Moment stach der Spanier den deutschen Nationalspieler noch aus. Beide haben drei Tore und eine Vorlage auf dem Konto. Doch weil Torres nur 189 Spielminuten benötigte, um seine drei Treffer zu erzielen, derweil Gomez 281 Spielminuten brauchte, ist Torres der Nachfolger seines Landsmannes David Villa, der 2008 beim Turnier in Österreich und der Schweiz vier Tore erzielt hatte. Unerreicht bleiben die neun Tore, die Michel Platini 1984 für Frankreich erzielte.

Doch was bedeuten schon Statistiken, wenn der Lohn für Tore und Titel das Strahlen in den Augen des Nachwuchses ist. Wenn dieser dann auch noch flugs einen Siegestanz aufführt, so wie Nora Torres für ihren Papa, dann darf man schon von Momenten für die Ewigkeit sprechen. Es gibt jedenfalls nichts Schöneres.