150.000 Euro

Rooney spendet, und denkt schon ans EM-Finale

150.000 Euro für sein Diamanten-Motorrad

- Selbst wenn Wayne Rooney im Flugzeug sitzt, verdient er noch Geld für einen guten Zweck. Während die englische Nationalmannschaft auf dem Weg zum Viertelfinale gegen Italien nach Kiew war, wurde in Manchester ein von Rooney entworfenes und mit 21 Diamanten besetztes Motorrad versteigert und erlöste fast 150.000 Euro zugunsten traumatisierter Kinder.

"Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht Europameister werden sollten", sagte der Stürmer von Manchester United nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen die Ukraine. Mit Ablauf seiner Sperre für die ersten beiden Turnierspiele, so seine Botschaft, sei aus einer stabilen eine unberechenbare Mannschaft geworden: "Ich fühle mich frisch, ich fühle mich stark. Die beiden verpassten Spiele zu Beginn fehlen mir nicht. Im Gegenteil: Vielleicht zahlt es sich noch aus, dass ich mich länger erholen konnte." Nicht nur dem 26-Jährigen ist die Erleichterung über seinen gelungenen Spät-Start deutlich anzumerken. Auch Trainer Roy Hodgson hatte viel riskiert, als er den bis dahin ordentlich spielenden Andy Carroll aus der Startelf rupfte und dafür Rooney brachte. Dessen Kopfball aus kurzer Distanz hat beiden den größten Druck genommen - und Hodgson in ein neues Dilemma gestürzt.

Der wuchtige Carroll und der flinke Youngster Daniel Welbeck haben in den ersten beiden Partien jeweils ein Tor erzielt. Neben Rooney, nach seinem Tor-Debüt erst recht gesetzt, ist jedoch nur für einen von ihnen Platz. Der frühere Sturm-Hüne Niall Quinn sprach sich in einer Kolumne im "Telegraph" nun für Carroll aus: "Mit seiner Kopfballstärke ist er eine Waffe gegen die italienische Abwehr. Er könnte der Matchwinner werden."

Trainer Hodgson hingegen hat sich noch nicht entschieden, zumindest behauptet er das. "Dass ich jetzt vor dieser Entscheidung stehe, sehe ich nicht als Problem, sondern als Zeichen unserer Stärke", sagte der 64-Jährige. Rooney ist in Gedanken schon weiter. "Die Spanier sind anders als die übrigen Teams. Sie spielen sehr speziell. Und Deutschland ist wie immer sehr gut organisiert." Dann machte er eine kurze Pause und sagte: "Aber für beide wird es sehr schwer, uns zu schlagen."