Meldungen

EM News

Russland: Uefa ermittelt gegen Russland ++ Ukraine: Ministerpräsident: Bei uns gibt keinen Rassismus ++ Spanien: Vermisster Fan in der Ukraine ermordet ++ Schweden: Türken wollen Einsatz von Elmander verbieten ++ Irland: Ablehnung? Verbot? Facebook ist Pflicht

Uefa ermittelt gegen Russland

Die Europäische Fußball-Union hat ein Disziplinarverfahren gegen den russischen Verband wegen des Fehlverhaltens von dessen Fans eingeleitet. Die Anhänger der Sbornaja hatten während des ersten EM-Spiels der Russen gegen Tschechien (4:1) in Breslau Feuerwerkskörper gezündet und den dunkelhäutigen Spieler Theodor Gebre Selassie mit Affenlauten rassistisch beleidigt. Das Disziplinarverfahren, teilte die Uefa mit, beziehe sich "auf das Abbrennen und Werfen von Feuerwerkskörpern" sowie das Zeigen "unerlaubter Plakate". Der rassistische Vorfall, den die Organisation Football Against Racism in Europe (Fare) gemeldet hatte, werde untersucht. "Man hat Affenlaute einiger russischer Fans gegenüber Theodor Gebre Selassie gehört", sagte Rafal Pankowski, der der polnischen Vereinigung Never Again angehört. Diese ist Teil von Fare. Schon beim Training der Niederländer war es am Mittwoch in Krakau zu einem Rassismus-Vorfall gekommen.

Ministerpräsident: Bei uns gibt keinen Rassismus

Der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow hat keine Sorgen, dass sich rassistische Vorfälle wie beim Training der niederländischen Nationalmannschaft im polnischen Krakau in seinem Heimatland wiederholen könnten. "In der Ukraine gibt es keinen Rassismus. Die Ukraine ist ein tolerantes und demokratisches Land", sagte Asarow. Berichte über Rassismus im Land des Co-Gastgebers wies Asarow als Kampagne zurück.

Vermisster Fan in der Ukraine ermordet

Ein seit einem Monat vermisster Fan aus Spanien ist in der Ukraine ermordet aufgefunden worden. Der 46-Jährige, der vor der EM bereits Urlaub im Land des Co-Gastgebers gemacht hatte, war von Hotelangestellten in Makejewka in der Nähe des EM-Spielorts Donezk als vermisst gemeldet worden. Die Polizei hat bereits drei Tatverdächtige festgenommen. Ein Sprecher erklärte, dass sich das Verbrechen bereits im vergangenen Monat ereignet habe.

Türken wollen Einsatz von Elmander verbieten

Ärger für Schweden: Vor dem Auftaktspiel gegen Co-Gastgeber Ukraine in Kiew am Montag tobt im Lager der Gelb-Blauen ein Streit um Sturmspitze Johan Elmander (31). Weil er gerade erst von einer Verletzung am rechten Fuß genesen ist, will ihm sein Klub, Galatasaray Istanbul, einen Einsatz gegen die Ukraine verbieten. "Unsere Ärzte sind nach wie vor der Meinung, dass er mindestens sechs Wochen warten muss, bis er spielen kann", sagte Galatasaray-Teammanager Cenk.

Ablehnung? Verbot? Facebook ist Pflicht

Bundestrainer Joachim Löw sieht es nicht gerne, Spaniens Coach Vicente del Bosque wollte es fast verbieten: Trotzdem halten die EM-Spieler via Facebook und Twitter eifrig Kontakt mit den Fans. Bei den Iren gibt es dabei eine Besonderheit: Nicht nur die Spieler, sondern auch der Verband postet fleißig auf beiden Plattformen. Allein am Freitag meldete sich die "Football Association of Ireland" zehn Mal auf Facebook und 25 Mal auf Twitter zu Wort.