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Jubiläum für Steffi Graf

Staatsgeheimnis Martina Navratilova hat es getan, Mary Pierce und Justine Henin auch. In jedem Jahr machen die Herren und Damen im 16. Pariser Arrondissement ein Staatsgeheimnis daraus, wer den Coupe Suzanne Lenglen der Siegerin der French Open überreichen darf. Ein Ex-Champion soll es sein, so viel ist jetzt schon sicher. Auch wenn nichts verraten wird, beim Damenfinale führt kein Weg an Steffi Graf vorbei - 25 Jahre nachdem sie am 6. Juni 1987 im Stade Roland Garros ihren ersten von 22 Grand-Slam-Titeln gewonnen hatte.

Große Liebe Die Brühlerin hat eine spezielle Beziehung zu Paris, die Stadt an der Seine ist so etwas wie der Start- und der Endpunkt ihrer einzigartigen Karriere.

1999 gewann sie hier ihren letzten Major-Titel im denkwürdigen Finale gegen Martina Hingis. Zehn Jahre später durfte sie bei der Siegerehrung den Pokal überreichen. Auch in diesem Jahr soll Graf am Finaltag auf der Anlage am Bois de Boulogne sein.

Freude Steffi Graf nimmt in Paris einen Sponsorentermin wahr, die Macher der French Open werden sich die Gelegenheit kaum entgehen lassen, sie auf die Anlage zu lotsen. Nach ihrem ersten Erfolg 1987 folgten fünf weitere Siege in Roland Garros, darunter der "schönste ihrer Karriere", 1999 gegen Martina Hingis, als sie wenige Wochen vor ihrem Rücktritt endgültig den Beweis antrat, als eine der Größten in die Tennis- Geschichte einzugehen. "Heute fühle ich mich als Französin", sagte Graf damals - und 14.000 Menschen lagen ihr zu Füßen.