Fußball

Berliner AK gewinnt zum zweiten Mal den Berliner Pokal

Lange haben sie die Partie offen halten können, genauer gesagt bis zur 77. Minute konnte der SC Gatow von einer Überraschung im Endspiel um den Pokal des Berliner Fußball-Verbandes träumen.

- Am Ende musste sich der Berlinligist dennoch dem Favoriten Berliner AK beugen. Mit 2:0 (0:0) gewann der Regionalligist das Finale vor 1237 Zuschauern im Jahn-Sportpark. Es war der zweite Erfolg für den BAK nach 2010.

Die beiden Treffer fielen durch Standardsituationen, anders konnte der BAK den aufopferungsvoll kämpfenden Gatowern nicht beikommen. Erst ein direkt verwandelter Freistoß durch Henning Lichte brach den Bann (77.). BAK-Kapitän Murat Doymus setzte mit einem verwandelten Foulelfmeter den Schlusspunkt, der Ball schlug oben links ein (86.). Unter dem Strich ein verdienter Erfolg für den Viertligisten, der damit den Sprung in die erste Runde des DFB-Pokal geschafft hat (17.-20 August) und sich zudem über eine gesicherte Einnahme von 100.000 Euro freuen kann. "Die Summe wird dem Verein gut tun", sagte BAK-Präsidiumsmitglied Oktay Atas. Bei der Frage, wen sich der Berliner Pokalsieger im nationalen Cupwettbewerb als Gegner wünscht, hielt sich Atas bedeckt: "Entweder ein hochkarätiger Gegner, der ein volles Stadion bringt, oder einer, den man bezwingen kann."

In jedem Fall kann sich der BAK auf einen Profiklub freuen, auf den Doublegewinner Borussia Dortmund oder den Rekordmeister FC Bayern zum Beispiel, aber auch Lokalderbys gegen die Zweitligisten Hertha BSC oder 1. FC Union sind möglich. Beim ersten DFB-Pokalauftritt vor zwei Jahren scheiterte der BAK nur denkbar knapp mit 1:2 am Bundesligisten FSV Mainz 05.

Durch den Berliner Pokalsieg hat der Regionalligist, der die Saison als Aufsteiger auf einem ausgezeichneten siebten Platz beendet hatte, seine Position als Nummer 3 im Berliner Fußball hinter Hertha und Union untermauert. Den Klub nicht weiter begleiten wird Fikret Ceylan, dessen im Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Nicht zuletzt dank des Managers erlebte der Berliner AK in den vergangenen beiden Jahren einen Aufschwung.