Leichtathletik

Heidler schafft zweitbesten Wurf der Karriere

Weltrekordlerin Betty Heidler kommt immer besser in Form und wird ihrer Favoritenrolle für die Olympischen Spiele in zwei Monaten damit mehr und mehr gerecht.

- Beim Leichtathletik-Meeting in Ostrava siegte die 28-Jährige mit der Weltklasse-Weite von 78,07 Metern - ihr zweitbester Karrierewurf - vor der WM-Dritten Wenxiu Zhang aus China (76,99) und Ex-Weltmeisterin Anita Wlodarczyk aus Polen (74,81). "Ich bin natürlich glücklich über dieses Ergebnis", sagte Heidler. Für die WM-Zweite von 2011 war es in ihrem vierten Wettkampf dieser Olympia-Saison bereits der vierte Sieg. Ihren eigenen Weltrekord aus dem vergangenen Jahr (79,42) verfehlte Heidler in Ostrau um gut anderthalb Meter, die Weltjahresbestleistung der Weißrussin Aksana Miankowa (78,19) nur um zwölf Zentimeter. "Ich fühle mich technisch noch nicht ganz so sicher wie letztes Jahr, aber ich bin in einer besseren Form", sagte sie. Mit einer klaren Aussage Richtung Olympia in London hielt sich die Frankfurterin zurück. "Es gibt jedes Jahr das gleiche Ziel", sagte sie. "Beim Jahreshöhepunkt eine Medaille zu holen und gleichzeitig immer zu versuchen, seine persönliche Bestleistung zu verbessern." Im vergangenen Jahr war Heidler auch als Favoritin zu den Weltmeisterschaften nach Daegu gereist, wo sie sich dann überraschend Tatjana Lysenko geschlagen geben musste. Die Russin fehlte in Ostrava genauso wie die Weltjahresbeste Miankowa.

Der Hauptteil des Meetings mit dem Europadebüt von Sprintstar Usain Bolt findet am Freitagabend statt. Und der Jamaikaner hat schon die erste große Show angekündigt: "Ich bin in starker Form. Mein Trainer ist sehr zufrieden mit mir, und ich bin es auch", sagte der 25 Jahre alte Superstar, "9,7 Sekunden wären daher gut für mich." Es wäre eine deutliche Verbesserung seiner eigenen Weltjahresbestleistung (9,82 Sek.). Doch Bolts erster Start in Europa in diesem Jahr soll nichts weiter als eine Durchgangsstation sein. Bei den Olympischen Spielen will er zur lebenden Legende werden und die Welt mit drei Goldmedaillen. "In diesem Jahr bin ich im Zenit meiner Leistungsfähigkeit", sagte er, "ich gebe meinem Gegner nie eine Chance."