Handball

Erstes von vier Endspielen gegen Großwallstadt

Füchse wollen Sprung in die Champions League sichern

- Vor zwei Jahren gelang es den Spielern des Handball-Bundesligisten TV Großwallstadt noch, den Füchsen Berlin den ersehnten Schritt in das internationale Handball-Geschäft zu verbauen. Ein einziges Tor trennte damals den ambitionierten Klub aus der Hauptstadt vom EHF-Pokal, den letzten Platz dafür ergatterten die punktgleichen Bayern. Ist das wirklich erst zwei Jahre her?

An diesem Sonntag (18.15 Uhr) treffen beide Mannschaften in der ausverkauften Schmeling-Halle aufeinander. Die Rahmendaten haben sich grundlegend verschoben. Berlin steht im Final Four der Champions League, Großwallstadt war in Europa in dieser Saison nur Zuschauer. So wird es auch in der nächsten sein - aussichtslos liegt der siebenmalige Deutsche Meister als Tabellen-Dreizehnter zurück. Die Füchse dagegen haben es in der Hand, erneut in die Champions League einzuziehen. Dazu brauchen sie allerdings die Punkte gegen Großwallstadt.

So leicht wollen es die Gäste den Berlinern indes nicht machen. "Mit Konzentration, Lockerheit und einer guten Leistung", glaubt Trainer Peter David recht optimistisch, "ist für uns eventuell das Unmögliche möglich. Wir hätten gegen eine Überraschung nichts einzuwenden." Eine solche ist ihnen in der laufenden Spielzeit noch gegen keinen Favoriten gelungen. Auswärts gab es häufig klare Niederlagen, die vier Siege in fremden Hallen gelangen bei den vier Letztplatzierten der Tabelle, Wetzlar, Bergischer HC, Hüttenberg und Hildesheim. Und Davids Kollege Dagur Sigurdsson macht kein Geheimnis daraus, was er von seiner Mannschaft erwartet: "Sie wird hochkonzentriert in die Partie gehen, denn das Ziel Champions League will niemand bei uns verfehlen", stellt der Füchse-Trainer klar. Heute ein Sieg und danach noch Erfolge in Balingen-Weilstetten, daheim gegen Lemgo und zum Abschluss in Melsungen - dann ist den Berlinern die Königsklasse sicher.