2. Bundesliga

Union verpasst die 50 Punkte, Cottbus und Aue jubeln

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Alemannia Aachen folgt Rostock in die Dritte Liga

- Die Zahl hat schon etwas Magisches. 50 - genau so viele Punkte wollte der 1. FC Union erreichen und damit die beste Saison unter Trainer Uwe Neuhaus im Profifußball krönen. Ungeachtet der Tatsache, dass man mit einem Sieg Gegner Energie Cottbus noch in die Relegation hätte schießen können. Es sollte nicht sein: Mit 1:2 (0:0) unterlagen die Berliner in der Lausitz, beenden das Spieljahr mit 48 Punkten dennoch auf einem sehr guten siebten Platz.

"Glückwunsch an Energie. Glückwunsch aber auch an meine Mannschaft, die noch mal ein richtig gutes Spiel gemacht hat, obwohl wir schon seit Wochen im Niemandsland der Tabelle stehen", sagte Neuhaus. Die Cottbuser beseitigten durch den Erfolg letzte Zweifel am Klassenerhalt. Dass der Sieg bitter nötig war, zeigt ein Blick auf die Konkurrenten im Abstiegskampf. Denn sowohl Erzgebirge Aue (2:1 gegen Bochum) als auch der Karlsruher SC (1:0 gegen Eintracht Frankfurt) waren siegreich. Eine Niederlage gegen Union, und die Lausitzer hätten in die Relegation gemusst. Leidtragender der plötzlich wiedergefundenen Erfolgswelle der Kellerkinder ist Alemannia Aachen, das trotz eines Auswärtssieges (2:1 bei 1860 München) Hansa Rostock in die Dritte Liga folgen muss.

Im Stadion der Freundschaft sah es lange nicht so aus, als würden die gastgebenden Cottbuser noch einmal drei Punkte einfahren können. Union beschäftigte die Hausherren von Beginn an, doch Torchancen blieben Mangelware. Erst kurz vor der Pause gab es Aufregung. Uwe Hünemeier setzte einen Kopfball an Marcel Höttecke vorbei, der Stammtorhüter Jan Glinker (Magen-Darm-Probleme) vertrat. Doch Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) entschied zu Recht auf Abseits (38.). Praktisch im Gegenzug wurde Simon Terodde von Daniel Ziebig im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter für Union schob Markus Karl unten rechts ein - doch auch diesen Treffer gab Dingert nicht, weil einige Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Den zweiten Versuch setzte Karl an die Latte (39.).

Parensen mit Rippenbruch

Tore sahen die 20.049 Zuschauer - darunter rund 4000 Unioner - erst nach dem Wechsel. Daniel Adlung zog von der Strafraumgrenze einfach ab, 1:0 für Cottbus (59.). Dem setzte Union einen Kopfball von Chinedu Ede zum Ausgleich nur zwei Minuten später entgegen. Es war Dimitar Rangelov, der die Lausitzer erlöste. Sein Freistoß von der Strafraumgrenze segelte über die Union-Mauer hinweg und am auf der Linie regungslos verharrenden Höttecke vorbei ins Netz (73.).

Ein unschönes Ende nahm die Saison für Michael Parensen. Der Defensivspieler war gar nicht erst mit nach Cottbus gefahren, nachdem er sich im Abschlusstraining am Sonnabend eine Rippe gebrochen hatte. Für ihn spielte Christoph Menz in der Innenverteidigung neben Daniel Göhlert. Bevor es in den Urlaub geht, stehen für Union noch zwei Freundschaftsspiele auf dem Programm. Am Mittwoch geht es zum SC Eintracht Miesdorf/Zeuthen, am Sonnabend ist Union beim Friedrichshagener SV zu Gast. Die beiden unterklassigen Klubs feiern ihr 100. Vereinsjubiläum. Im Anschluss daran haben die Köpenicker Kicker bis zum 17. Juni frei.

( BM )