Motorsport

Comeback zum Saisonstart: BMW will die DTM aufmischen

| Lesedauer: 2 Minuten
Matthias Brzezinski

Dieses Wochenende startet die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) in ihre neue Saison. Alle Augen sind auf BMW gerichtet, das nach rund 20 Jahren Abstinenz wieder an Start geht.

- Nicht zuletzt wegen der internationalen Ambitionen der Rennserie, die in der Zukunft Rennen in den USA oder Japan plant. Vorerst aber geht es am Sonntag in Hockenheim (ab 13.45 Uhr bei der ARD) an den Start.

Aufregend wird es auf jeden Fall. "Die Autos waren immer schon spektakulär, jetzt sind die Coupés noch eine Spur aerodynamischer", freut sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (59). BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt bleibt zunächst zurückhaltend: "Wir sind neu im Wettbewerb, aber ambitioniert. Die anderen können in die Trickkiste greifen, die ist bei uns noch relativ leer."

Nicht zuletzt denkt er dabei auch an die oft entscheidenden Boxenstopps beim nach wie vor vorgeschriebenen Reifenwechsel, die die Bayern in der lange Jahre bestrittenen Tourenwagen-WM nicht zu absolvieren hatten. Die Nachteile eines Neulings möglichst schnell wettzumachen, ist vorrangig sicher die Aufgabe von Titelverteidiger Martin Tomczyk (30), der von Audi zu BMW gewechselt ist. Und auch vom routinierten Kanadier Bruno Spengler (28), der seinen Dauerarbeitgeber Mercedes verlassen hat, um sich BMW anzuschließen. Beide lassen Vorsicht walten. "Auch wenn ich schon seit vielen Jahren in der DTM dabei bin, spüre ich jetzt wieder ein Kribbeln im Bauch. Nun wollen wir endlich wissen, wo wir stehen", sagt der Rosenheimer Tomczyk. Spengler, geboren in Kanada, wagt etwas mehr: "Dieser Saisonstart wird für mich speziell. Es ist mein erstes Jahr mit BMW - ich bin sehr ehrgeizig. Daher will ich so schnell wie möglich um Siege fahren."

Die am häufigsten genannten Titelanwärter sitzen aber jeweils in einem Audi und einem Mercedes. Audi-Pilot Mattias Ekström (33) war zweimal Meister (2004 und 2007), Mercedes-Chauffeur Gerry Paffett (31) gewann den Titel 2005. Der Brite Paffett nennt das DTM-Erfolgsrezept: "Es gibt zehn Rennen, also muss man immer in den Punkten sein. Dazu kommt, dass es keine Zeit zur Eingewöhnung gibt." Sein schwedischer Kollege fasst sich kürzer: "DTM, das ist der Druck, eigentlich keinen Fehler machen zu dürfen."