Streitfall

Segel-Duo Lutz/Beucke verliert Gerichtsstreit um Olympiaticket

Im Streit um die Olympia-Nominierung der deutschen 470er-Seglerinnen hat das Hamburger Landgericht am Mittwoch einen Antrag von Tina Lutz und Susann Beucke auf Einstweilige Verfügung gegen den Deutschen Segler-Verband (DSV) abgelehnt.

- Die beiden Seglerinnen wollten den Verband nach ihrer umstritten verlorenen sportlichen Ausscheidung für die Wettkämpfe in London dazu zwingen, sie ebenso wie ihre siegreichen Rivalinnen Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung vorzuschlagen.

"Wir werden das Urteil genau studieren und dann in den nächsten zwei Wochen gemeinsam entscheiden, ob wir in Berufung gehen", sagte Lutz-Anwalt Michael Lehner. Lutz/Beucke sind der Meinung, bei der WM in Perth in der entscheidenden Qualifikations-Regatta unrechtmäßig von ihren Konkurrentinnen ausgebremst worden zu sein.

Die zuständige Zivilkammer 14 ist dieser Argumentation nicht gefolgt. Die Entscheidung des DSV habe den Nominierungsgrundsätzen entsprochen und sei nicht zu beanstanden. Die Berlinerin Kadelbach und Belcher (Hamburg) hatten in der nationalen Qualifikation mit einem Punkt Vorsprung gewonnen und damit das London-Ticket gelöst. DSV-Präsident Rolf-Otto Bähr war mit der Entscheidung zufrieden: "Das Urteil ist gut und wichtig für den Sport - wir haben unsere faire Basis zurück, die erst von einer internationalen WM-Jury und nun auch von einem deutschen Gericht bestätigt wurde." Auch das Duo Kadelbach/Belcher war erleichtert. "Wir waren immer sicher, den Regeln entsprechend gehandelt zu haben.

( sid )