Volleys-Manager Kaweh Niroomand

"Vor uns liegt jetzt ein Haufen Arbeit"

| Lesedauer: 2 Minuten

- Die Feier war ausgelassen, die Nacht kurz, aber am Montagmittag wirkte Volleys-Manager Kaweh Niroomand nach Jogging und einer Saunarunde schon wieder tatendurstig.

Berliner Morgenpost:

Ihr Handy wird jetzt vermutlich pausenlos klingeln - weil so viele Spieler zum Meister nach Berlin wechseln wollen, oder?

Kaweh Niroomand

(lacht): Der erste Gratulant war heute Morgen mein Kollege Bob Hanning von den Füchsen, seitdem geht es ununterbrochen. Spieleragenten waren auch dabei. Aber wir sind sehr entspannt. Viele Verträge laufen noch, mit Roko Sikiric haben wir uns direkt nach dem Finale geeinigt, dass er bleibt. Felix Fischer wird bald folgen. Scott Touzinsky möchte auch bleiben, wir wollen ihn behalten, nun geht es um die Konditionen. Das ist jetzt die Hauptaufgabe.

Was bringt den Volleys der Titel?

Ich sehe das mit anderthalb glücklichen Augen. Er wird uns viele Türen öffnen. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nach dem sportlichen Erfolg den Apparat hinterherziehen. Ich vergleiche das mit einem Unternehmen, das einen Riesenauftrag bekommt, aber noch nicht auf allen Ebenen breit aufgestellt ist, das umzusetzen. Es geht um Sponsoren, Öffentlichkeitsarbeit, Infrastruktur. Wir fangen nicht bei Null an, doch es ist ein Haufen Arbeit. Wir spielen Champions League, das soll anständig klappen.

Wird der zuletzt auf über eine Million Euro gestiegene Etat erneut erhöht?

Wir waren mit der Planung für die neue Saison eigentlich fertig und hatten nicht mit der Champions League gerechnet. Sicher wird der Etat jetzt um das, was die Königsklasse kostet, höher. Da sind Dinge mit dem Fernsehen zu klären, es gibt Anmeldegebühren. Da kommt einiges zusammen.

Was sind nach Umzug in die Schmeling-Halle, Meistertitel und Champions League Ihre neuen Ziele?

Es wäre vermutlich gar nicht so schlimm gewesen, wenn wir nicht alles gleichzeitig geschafft hätten. Jetzt geht es vor allem um die gesamte Weiterentwicklung in Deutschland, nicht mehr nur um Berlin. Die Liga muss wachsen, interessanter werden.

Treten Sie in Konkurrenz zu den Berliner Platzhirschen Füchse, Alba, Eisbären?

Um Gottes Willen, nein! Volleyball ist immer noch Volleyball in Deutschland. Wir arbeiten gut zusammen, lernen von den Erfahrungen der anderen. Berlin ist groß genug, uns alle zu verkraften.

( diw )