Fußball

Zweite Liga: Düsseldorf schlägt Union und ist nun wieder Dritter

Die Fans haben ausgiebig gefeiert, vor allem sich selbst. Bereits am Sonnabend hatten sich zahlreiche Anhänger des 1. FC Union zum so genannten Exilertreffen in der Wasserburg Geretzhoven eingefunden.

- Die nicht in Berlin ansässigen Sympathisanten des Berliner Fußball-Zweitligisten stimmten sich damit auf die Partie bei Fortuna Düsseldorf ein. Die 90 Minuten gegen den Aufstiegsanwärter vom Rhein gerieten gestern jedoch nicht wirklich zu einer Feierstunde. Knapp 2000 Union-Fans hatten sich eingefunden in der Düsseldorfer Arena, ihre Mannschaft zog jedoch mit 1:2 (1:2) gegen Fortuna den Kürzeren.

Vorbei die letzte Chance, in der Rückrunde einem der großen Fünf im Bundesliga-Unterhaus doch noch ein Bein im Aufstiegsrennen zu stellen. Zumal die Düsseldorfer durch den Patzer des SC Paderborn (0:2 beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC) wieder auf Relegationsplatz drei vorrückten und zugleich auch den FC St. Pauli (3:0 gegen den Vorletzten Hansa Rostock) auf Distanz halten konnten.

"Insgesamt war es ein richtig gutes Spiel, in dem auch wir eine gute Leistung geboten haben. Vor allem in der ersten Halbzeit sind uns einige gute Kombinationen gelungen", resümierte Union-Trainer Uwe Neuhaus, der in seinem 100. Spiel als Trainer der Berliner in Liga zwei die39. Niederlage kassierte. Düsseldorfs Oliver Fink sprach hinterher von einem "dreckigen Sieg. Union hat richtig gut gespielt. Wir sind einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben."

Der Rahmen war eines Duells des (vor dem Spieltag) Vierten gegen den Siebten absolut würdig. 33.637 Zuschauer sahen zumindest in der ersten Halbzeit eine von beiden Seiten mit Vorwärtsdrang geführte Partie. Düsseldorfs Trainer Norbert Meier ließ die Seinen mit einer Dreierkette in der Abwehr agieren, ein klares Signal dafür, dass die Fortuna voll auf Angriff spielen würde. Dies eröffnete Union die Räume, die benötigt wurden, um die Gastgeber selbst in Verlegenheit zu bringen. Schon nach drei Minuten klatschte ein Freistoß von Torsten Mattuschka an die Latte, Tijani Belaid schoss nach schöner Vorarbeit von Patrick Kohlmann und Simon Terodde freistehend ebenfalls nur an die Latte (8.), schließlich traf der aufgerückte Markus Karl den Ball vier Meter vor dem Tor gar nicht (14.).

Eine Minute später stand erneut Karl im Blickpunkt. Der frisch gebackene Vater einer Tochter ließ sich von Ken Ilsö düpieren, der den Ball mit dem Rücken zum Tor im Fallen an Karl und Torwart Jan Glinker vorbei einschoss - 0:1. Den Ausgleich von Terodde - Fortuna-Keeper Michael Ratajczak hatte zuvor einen Schuss von Patrick Zoundi prallen lassen (18.) - konterte Fortuna mit dem 1:2 durch Sascha Röslers Foulelfmeter (21.); Ilsö war bei einem Zweikampf mit Michael Parensen zu Fall gekommen. "In der zweiten Hälfte hatten wir dann jedoch keine echte Torchance mehr", sagte Neuhaus. Glinker verhinderte mit guten Paraden gegen Jovanovic (74.), Juanan (75.) und Matuschyk (87.) sogar eine höhere Niederlage.