Frauen-Fußball

Turbine Potsdam scheitert an Olympique Lyon

Turbine Potsdam hat ein deutsches Finale in der Champions League verpasst.

- Nachdem die Frauen des 1. FFC Frankfurt am Sonnabend die Endspielteilnahme in München durch einen 2:0-Sieg über den FC Arsenal (Hinspiel 2:1) klargemacht hatten - die Treffer erzielten Dzsenifer Marozsan (60.) und Jessica Landström (85.) - konnte der Champion von 2010 die bittere 1:5-Hinspielpleite gegen Titelverteidiger Olympique Lyon nicht mehr wettmachen. Durch das 0:0 am Sonntag im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion scheiterte der Bundesliga-Spitzenreiter am Sonntag zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Frauen-Königsklasse vorzeitig. Damit trifft Frankfurt am 17. Mai auf Lyon.

Mindestens vier Tore hätten die Potsdamerinnen gebraucht, nachdem sie eine Woche zuvor im Regen von Lyon buchstäblich untergegangen waren. Nach einer Posse um den Rasen im Babelsberger Stadion war sich der Bundesliga-Spitzenreiter des Ernstes der Lage mehr als gewiss. "Wir wollen unser Gesicht zurückgewinnen", hatte Coach Bernd Schröder gefordert. Allerdings wäre die ohnehin minimale Hoffnung fast schon nach 50 Sekunden komplett dahin gewesen, als Elodie Thomis ungestört von der Mittellinie durch die Potsdamer Defensive marschieren und abziehen konnte - ihr Schuss verfehlte aber deutlich das Turbine-Tor.

Das Bemühen um einen schnellen Treffer, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen, war den Potsdamerinnen anzusehen. Dem Willen der Turbine-Mannschaft setzte Lyon feine Kombinationen entgegen. Auch die numerische Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Elodie Thomis konnten die Gastgeberinnen nicht nutzen.

Im Gegensatz zu den Frankfurterinnen versäumten es die Turbinen damit auch, die Kasse weiter aufzubessern. Mit dem Erreichen des Finals sind den Hessinnen 200.000 Euro sicher. Weitere 50.000 könnten beim Titelgewinn hinzukommen.