Abstieg

Nürnberg siegt beim Schlusslicht, Lautern kaum noch zu retten

Die Pfalz trauert: Abstieg des 1. FCK ist fast besiegelt

- Der dritte Abstieg des viermaligen Deutschen Meisters 1. FC Kaiserslautern aus der Bundesliga ist so gut wie besiegelt. Das abgeschlagene Schlusslicht verlor 0:2 (0:1) gegen Nürnberg und hat nach 21 Partien in Serie ohne Sieg nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Zuvor war der FCK 1996 und 2006 abgestiegen. Sollte der 1. FC Köln heute in Mönchengladbach punkten, wäre der Absturz perfekt. Daniel Didavi (42.) und Tomas Pekhart (73.) trafen gegen das Team von Trainer Krassimir Balakow, der im fünften Spiel als FCK-Coach die fünfte Niederlage kassierte. "Es tut mir leid für unsere Fans", sagte der Bulgare. Sein Kollege Dieter Hecking dagegen sagte stolz: "Der FCN wird auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen." Für die Nürnberger war es der vierte Sieg auf dem Betzenberg in Folge.

Vor rund 42.542 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion verbuchten die Gäste bereits nach vier Minuten die erste gute Chance. Jungstar Didavi konnte die Möglichkeit aus spitzem Winkel aber nicht nutzen. Fünf Minuten später traf Timothy Chandler den Pfosten des FCK-Tores. Die Gastgeber brachten anfangs in der Offensive so gut wie nichts zustande. Erst in der 18. Minute verbreitete der FCK erstmals Torgefahr. Richard Sukuta-Pasu vergab genau so wie vier Minuten später der Lauterer Innenverteidiger Mathias Abel.

Bis zur Pause entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Dominanz zum Ende des ersten Durchgangs brachte den Pfälzern allerdings nichts: Didavi brachte den Club mit einem Distanzschuss in Führung. Es war das siebte Saisontor des 22-Jährigen. Kurz nach dem Seitenwechsel hätte der für FCK-Kapitän Christian Tiffert eingewechselte Grieche Thanos Petsos mit einem Fast-Eigentor beinahe für die Vorentscheidung gesorgt. Torwart Tobias Sippel rettete bravourös (48.). Im Anschluss verflachte die Partie. Den Gastgebern fehlte wieder einmal die notwendige Klasse, die Nürnberger verwalteten den Vorsprung. In der 65. Minute vergab Sandro Wagner die große Chance zum Ausgleich. Pekhart machte es auf der Gegenseite besser.