Bundesliga

Schalke erlebt in Nürnberg böse Überraschung

Starker Club verwöhnt seine Fans mit einer Gala

- Mit einer Fußball-Gala hat der 1. FC Nürnberg Champions-League-Anwärter Schalke 04 entzaubert und einen großen Schritt aus dem Bundesliga-Tabellenkeller gemacht. Nach fünf Spielen ohne Sieg boten die Franken beim 4:1 (3:0) gegen den auf der ganzen Linie enttäuschenden Tabellendritten eine starke Leistung. In dieser Form haben die Nürnberger nichts mit dem Abstieg zu tun.

Hanno Balitsch (25. Minute), Timmy Simons per Foulelfmeter (37.) und Daniel Didavi (45./87.) sorgten für den teilweise wie entfesselt aufspielenden Club für klare Verhältnisse. Schalke blamierte sich drei Tage vor dem Revier-Derby gegen Borussia Dortmund dagegen auf der ganzen Linie und büßte einen Punkt seines Vorsprungs auf Verfolger Borussia Mönchengladbach ein. Mehr als der Ehrentreffer durch Lewis Holtby (85.) gelang den Gästen nicht. "Wir haben uns das Spiel komplett anders vorgestellt. Wir haben Nürnberg stark gemacht und müssen uns bei den mitgereisten Fans entschuldigen", meinte Schalkes Verteidiger Tim Hoogland selbstkritisch. Zugleich versprach er mit Blick auf den Revier-Klassiker: "Wir sind stark genug, die Dortmunder zu schlagen." Sollte das den Schalkern gelingen, dürften die Fans schnell wieder versöhnt sein. Dazu müssen die Schalker am Sonnabend allerdings anders auftreten.

Stevens wechselt erfolglos

Knapp eine Woche nach dem Viertelfinal-Aus in der Europa League fand Schalke in der ersten Halbzeit gegen die Nürnberger nur in den ersten zehn Minuten statt. Holtby sorgte nach Vorarbeit von Raúl für einen frühen Warnschuss (7.). Doch das war es dann auch schon mit der königsblauen Herrlichkeit. Schalke kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Coach Stevens reagierte zur Pause auf den blutleeren Auftritt seiner Mannschaft und brachte mit Teemu Pukki und Jefferson Farfan zwei frische Kräfte.

Doch zwingend agierten die Königsblauen auch in Durchgang zwei nicht, der hoch verdiente Nürnberger Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Auch wenn Holtby noch einmal verkürzte. Zwei Minuten später stellte der starke Didavi den alten Abstand wieder her.

Entsprechend glücklich war er: "Das Wichtigste ist, dass wir mal richtig gezeigt haben, was wir können. Wir haben über 90 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht. Man hat schon vor dem Spiel gemerkt, dass die ganze Mannschaft richtig heiß war."