Fußball

Bundesliga-Rechte: Wettbieten zwischen Sky und Telekom

Im Milliarden-Poker um die Übertragungsrechte an der Bundesliga für die Jahre 2013 bis 2017 werden die Karten aufgedeckt: Im Wettbieten um die begehrte Ware "Live-Fußball" zeichnet sich ein Zweikampf zwischen dem bisherigen Rechteinhaber Sky und der Deutschen Telekom ab.

- Unabhängig davon, wer Mitte April von der Liga den Zuschlag für die Satelliten- und Kabel-Übertragungsrechte erhalten wird, darf sich die DFL auf einen warmen Geldregen freuen. Experten gehen davon aus, dass insgesamt rund 500 Millionen Euro im Jahr für die Bundesliga herausspringen dürften. Bislang kassiert das Oberhaus für die Medienrechte 412 Millionen Euro pro Saison.

Alleine der derzeitige Pay-TV-Partner Sky überweist schon jetzt 250 Millionen Euro pro Spielzeit an die DFL. Ab der Saison 2013/2014 müssten es im Falle eines erneuten Rechteerwerbs deutlich mehr werden. Sollte das Angebot der Telekom allerdings 20 Prozent höher liegen, müsste der Ligaverband wegen der Ausschreibungsbedingungen dem Sky-Konkurrenten den Zuschlag geben.

Allerdings ist noch unklar, ob sich die Telekom aus juristischen Gründen überhaupt um die Rechte bewerben darf. Weil Rundfunk in Deutschland generell staatsfrei sein soll, der Bund aber noch Großaktionär der Telekom ist, haben Medienrechtler Zweifel an der "Rundfunkfähigkeit" des Unternehmens. Bisher sicherte sich der Konzern nur die IP-TV-Rechte (Internetfernsehen).

Noch im April will DFL-Chef Christian Seifert den neuen TV-Vertrag abschließen. Zusätzlich zu den rund 500 Millionen Euro aus den nationalen Medienrechten werden 72 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung erwartet. Mit dann bis zu 570 Millionen Euro pro Jahr könnte die finanzielle Lücke zu den europäischen Topligen ein wenig geschlossen werden.