Abstiegskandidaten

Hoffnung für den HSV, Kaiserslautern auf Zweitligakurs

Ein "Personal Service Wunder" versprach eine große, blütenweiße Werbebande im Fritz-Walter-Stadion. Nicht weniger als das muss mittlerweile auch Krassimir Balakow in Anspruch nehmen.

- Beim 0:1 (0:1) gegen den Hamburger SV ging auch das zweite Spiel des Bulgaren als Trainer des 1. FC Kaiserslautern gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Die Pfälzer bleiben abgeschlagen Tabellenletzter und dürften am Saisonende zum dritten Mal in der Klubhistorie den Gang in die Zweite Liga antreten.

Marcell Jansen erzielte in der 29. Minute den Siegtreffer für den HSV, der seit der Gründung der Bundesliga 1963 im Oberhaus dabei ist. Der Nationalspieler sorgte dafür, dass sein Team die Serie von vier Niederlagen in Folge beendete und auf einen Nichtabstiegsrang kletterte. Allerdings war auch die Leistung der Hamburger über weite Strecken keinesfalls erstligareif. Der viermalige deutsche Meister aus der Pfalz ist derweil seit 18 Begegnungen ohne Sieg. Neun Heimspiele in Folge ohne Erfolg bedeuten negativen Ligarekord. Weniger als die 17 Tore nach 28 Spieltagen hatte bislang nur Tasmania 1900 in der Saison 1965/66 erzielt.

Balakow war dennoch der Ansicht, der FCK sei die "bessere Mannschaft" gewesen. "Das Problem ist, dass wir keine Tore machen. Wenn du keine Tore schießt, kannst du nicht gewinnen", sagte der Coach, der die Hoffnung aber immer noch nicht aufgeben will: "Theoretisch haben wir noch Chancen, wir werden weiterarbeiten." Vor 44.745 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion war Kaiserslautern zumindest das Bemühen anzumerken, die möglicherweise letzte Chance auf ein Comeback im Kampf um den Klassenerhalt zu nutzen. Bei vielen Aktionen stellten sich die Pfälzer aber stümperhaft an.

In der Schlussphase verweigerte Schiedsrichter Thorsten Kienhöfer noch Olcay Sahan nach Foul von Kacar einen Elfmeterpfiff, die Lauterer protestierten auf dem Feld aber kaum. Sahan sagte nach dem Spiel: "Es war hundertprozentig ein Foulspiel, ich werde ja wohl aus zwei Metern den Ball treffen können. So ist das, wenn man unten steht, dann pfeift der Schiedsrichter auch gegen einen."