Suizid

Tragödie um 20-jährigen Ringer

Die deutschen Ringer trauern um den erst 20 Jahre alten Nachwuchsathleten Andreas Herzog. Der Griechisch-Römisch-Spezialist vom deutschen Rekordmeister VfK Schifferstadt hat sich am Neujahrstag das Leben genommen.

Sein Vater, einst selbst Ringer, erlitt deswegen einen Herzinfarkt. VfK-Trainer Markus Scheerer: "Die letzten beiden Monate war Andreas nicht mehr so oft beim Training. Er trat kürzer, weil er gemerkt hat, dass er den Durchbruch in die Weltspitze nicht schaffen wird. Da war ein kleiner Leistungsknick. Ich bin völlig fassungslos, denn Andreas war eigentlich wie immer. Er war ein Typ, der mit beiden Beinen im Leben stand und in die Welt passte."

Herzogs Mutter gab an, dass ihr Sohn am 1. Januar gegen 22 Uhr zu Bett gegangen sei. Sie sei in der Nacht wach geworden, habe Licht im Stall gesehen, nachgeschaut und ihren Sohn gefunden - er hatte sich erhängt. Herzog, der in diesem Monat eine Ausbildung bei der Bundeswehr beginnen wollte, war 2009 vom RSC Pirmasens nach Schifferstadt gewechselt und besuchte dort das Ringer-Internat. Er gehörte zum DRB-Nachwuchskader.