Eishockey

Wochenende mit sechs Punkten für die Eisbären

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Einige mussten früh aufstehen. Weil sie am Sonnabend auf der Berliner Sportlergala waren, und Trainer Don Jackson schon um zehn Uhr ein Teammeeting in Wolfsburg angesetzt hatte.

Nicht aus Gehässigkeit, Jackson war selbst auf der Gala und nicht wie ein Großteil der Mannschaft in einem Hotel in Wolfsburg, sondern weil er die Partie bei den Grizzly Adams gründlich vorbereiten wollte. Es half, der Titelverteidiger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) setzte sich mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) beim Finalgegner der vergangenen Saison durch und revanchierte sich für das 2:5 dort in der Vorwoche.

Thema in der Sitzung war auch das Unterzahlspiel. Gleich acht Tore hatten die Berliner seit der Länderspielpause in fünf Partien hinnehmen müssen, in keinem Spiel kamen sie ungeschoren davon. Die Quote der überstandenen Situationen mit einem Mann weniger drückte das auf 75,29 Prozent, was den letzten Platz in der DEL bedeutet. Der Verbesserungsbedarf war also groß bei den Eisbären.

Die Chancen, sich zu üben im Penaltykilling, gab es auch in Wolfsburg. Die angesprochenen Defizite wurden dabei gut beseitigt, fünf Situationen blieben diesmal folgenlos, weil die Mannschaft wie schon zwei Tage zuvor in Ingolstadt (6:3) sehr fokussiert war. Vor allem in der Defensive, in der Stürmer Sven Felski nach dem Ausfall von Frank Hördler (Magen-Darm-Infekt) aushelfen musste, investierte der Titelverteidiger besonders viel Mühe und erlaubte den Wolfsburgern nur wenige Entfaltungsmöglichkeiten.

So entwickelte sich ein Spiel, das Don Jackson sehr gefallen hat. Er wünscht sich ja oft, dass seine Mannschaft so viel Aufmerksamkeit in der Abwehr zeigt, dass ein Tor zum Sieg reicht. Das Tor erzielten die Eisbären sogar sehr früh, Darin Olver war nach Pass von Florian Busch in der 8. Minute erfolgreich. Diesen knappen Vorsprung brachten die Berliner mit viel Geschick über die Zeit, eine Fähigkeit, die Jackson zuletzt vermisst hatte. Damit ließ der EHC dem verkorksten vergangenen Wochenende ein sehr zufriedenstellendes folgen und arbeitete sich mit dem zweiten Shutout von Torhüter Rob Zepp von Platz sechs in der Tabelle nach vorn - unter anderem vorbei an Wolfsburg.

( BM )