Beschallungsskandal

Hoffenheim: Misstöne bei vier weiteren Spielen

Der Beschallungs-Skandal beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zieht weitere Kreise. Neben dem Spiel gegen Borussia Dortmund (1:0) soll der Mitarbeiter der TSG schon bei vier weiteren Begegnungen in der vergangenen Saison die Lautsprecher-Apparatur aufgebaut haben.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Vorermittlungen eingeleitet, sagte ein Sprecher. Außerdem sei Hoffenheim zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert worden.

Der Verein räumte gestern ein, dass eine entsprechende Apparatur von einem Mitarbeiter auch bei den Heimspielen in der Saison 2010/2011 gegen Köln (19. Februar), Mainz (26. Februar), Dortmund (12. März) und Frankfurt (16. April) in Stellung gebracht wurde. Es seien aber nicht bei jeder Partie Signaltöne ausgestrahlt worden. Die Akustik-Anlage wurde inzwischen der Polizei übergeben. Der Vereinsangestellte sagte gegenüber der Polizei aus, er habe die Anlage zusammen mit einem Bekannten installiert.

Bei der Heidelberger Polizei gingen bis Dienstagnachmittag fünf Anzeigen und fünf Hinweise von Fans per E-Mail ein, sagte Sprecher Harald Kurzer. Bei allen Anzeigen gehe es um Körperverletzung. Die Einsatzleitung der Polizei hätte die Lautsprecheranlage beim Spiel nicht wahrgenommen, erklärte Kurzer. Gut möglich sei jedoch, dass Beamte im Bereich der Gästefanbetreuung den Apparat gesehen hätten.