DFL

ARD wehrt sich gegen Pläne für eine Internet-Sportschau

Die ARD hat den Plänen der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Neuvergabe der Senderechte der Bundesliga ab der Saison 2013/14 eine Absage erteilt.

Unter anderem hatte die DFL angekündigt, die Spiele erst ab 21.45 Uhr im klassischen Fernsehen und ab 19 Uhr im Internet zeigen zu lassen. Die ARD, derzeit Rechteinhaberin für die Sportschau um 18.30 Uhr, lehnt das jedoch mit Nachdruck ab. "Die Bundesliga ist nach 20 Uhr bereits einmal grandios gefloppt, und sie wird wieder floppen. Aber nicht in der ARD, denn daran haben wir kein Interesse", sagte Steffen Simon, als WDR-Chef verantwortlich für die Sportschau. Ohnehin würde der Zuschauer laut Simon eine Internet-Sportschau nicht annehmen: "Die User haben gelernt, im Internet kleine Video-Schnipsel zu gucken, wann immer sie wollen. Bislang haben sie es aber nicht gelernt, sich zu einer bestimmten Zeit für einen Live-Stream vor den Rechner zu setzen." Allerdings herrscht offenbar großes Interesse an einer möglichen Vergabe einer Internet- und Mobilfunk-Sportschau. Der US-Internet-Konzern Yahoo ist nach Handelsblatt-Informationen bereit, in den Bieterwettbewerb einzusteigen. Bei der Vergabe der Bundesliga-Rechte in Pay-TV, frei empfangbarem Fernsehen, Internet und auf dem Handy geht es um viel Geld. Die Sender Sky, ARD, ZDF und Sport1 überweisen jährlich 412 Millionen Euro an die 36 Profiklubs. Den Löwenanteil zahlt der Bezahlsender Sky mit 240 Millionen Euro.