Fußball

Özil und Khedira gewinnen mit Real Madrid den spanischen Pokal

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira haben ihren ersten Titel mit Real Madrid gewonnen. Die Königlichen besiegten im spanischen Pokalfinale in Valencia den Erzrivalen FC Barcelona mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung.

Für Real war es der erste Pokalsieg seit 1993 und der 18. in der Vereinsgeschichte. Portugals Superstar Cristiano Ronaldo erzielte unter den Augen des spanischen Königs Juan Carlos in der 103. Minute den Siegtreffer im "Clasico" gegen den Rekordgewinner, der seinen 26. Pokalsieg verpasste.

Barcelona kann im Halbfinale der Champions League Revanche für die bittere Niederlage nehmen. In der Liga steuert Barca bei acht Punkten Vorsprung auf Real einer erfolgreichen Titelverteidigung entgegen, der Traum vom nächsten Triple nach 2009 ist für die Katalanen aber geplatzt. Im Gegensatz zum Duell in der Liga am vergangenen Samstag (1:1) versteckte sich Real nicht und war im ersten Durchgang vor 55 000 Zuschauern die offensivere Mannschaft mit den größeren Chancen. Während sich Barcelona ungewohnt viele Fehlpässe erlaubte, spielten die von Özil angetriebenen Königlichen schnell und druckvoll nach vorne.

Nachdem Cristiano Ronaldo drei gute Möglichkeiten vergeben hatte (12., 30. und 36.) bot sich Pepe die beste Chance zur Pausenführung. Nach dem Wechsel kam Barca besser ins Spiel und übernahm das Kommando, klare Torchancen blieben zunächst aber Mangelware. Weltfußballer Lionel Messi verfehlte mit einem Distanzschuss in der 65. Minute das Real-Tor. Fünf Minuten später wurde der in der zweiten Halbzeit etwas schwächer werdende Özil von Trainer Jose Mourinho ausgewechselt.

Auch in der Verlängerung blieb Barcelona die spielbestimmende Mannschaft. Ronaldo hatte aber die große Möglichkeit zur Führung, verfehlte das Tor mit einem Schuss nur knapp (98.). Fünf Minuten später machte er es mit einem Kopfball aber besser und erzielte das 1:0. Angel di Maria sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (120.+1).