Basketball

Alba nach Sieg in Frankfurt Tabellenführer

Ein Viertel Zauberei, drei Viertel Quälerei, als Lohn die Tabellenführung: Alba Berlin gewann trotz einer nur zu Beginn restlos überzeugenden Leistung das Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga bei den Skyliners Frankfurt 59:53 (34:22).

Das Team von Trainer Luka Pavicevic profitierte bei seinem Sprung auf Rang eins außerdem von der 76:85-Niederlage der Artland Dragons in Gießen.

Hauptgrund für den Alba-Sieg war die starke Verteidigungsarbeit der Berliner. "In der Defense haben wir das höchste Niveau in Deutschland. Das lässt uns auch Spiele gewinnen, wo es in der Offensive nicht so klappt", sagte Nationalspieler Steffen Hamann.

Das war gestern der Fall. Während bei den Gästen der kurzfristig erkrankte Zugang Derrick Byars fehlte, mussten die Hessen gleich auf zwei Leistungsträger verzichten. Center Greg Jenkins ist an Schweinegrippe erkrankt, Pascal Roller setzte eine normale Grippe außer Gefecht. Alba führte nach zehn Minuten schon 21:7. Die Frankfurter wussten sich kaum zu helfen gegen die zupackende Alba-Verteidigung, und im Angriff trafen die Berliner Schützen Julius Jenkins (15 Punkte) und Rashad Wright (9). Erst nach sechs Minuten gelang Frankfurt beim 1:11 der erste Punkt.

Doch mit der Dominanz war es vorbei, als die Skyliners ständig ihre Defensive umstellten und ihren Gegner so aus dem Rhythmus brachten. Frankfurt agierte nun immer emotionaler, Alba manchmal zu unterkühlt. Der Vorsprung schrumpfte in sich zusammen, und hätten die Gastgeber nicht an der Freiwurflinie versagt und ärgerliche Ballverluste produziert, wäre es für Alba noch enger geworden.

"Wir haben verdient gewonnen", resümierte Hamann, "aber am Ende auch etwas glücklich." Er (10 Punkte) und Immanuel McElroy (10 Punkte/13 Rebounds) hatten mit ihrem engagierten Spiel im Schlussviertel den größten Anteil an diesem Erfolg.