Wintersport

Skispringer Freund feiert seinen zweiten Weltcupsieg

Als der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere perfekt war, rang Severin Freund nach den richtigen Worten. "Das hier ist absolut genial. Das ist einer meiner schönsten Tage, da muss ich nicht lange nachdenken", sagte der neue deutsche Skisprung-Star nach dem Sieg in der Party-Hochburg Willingen.

Mit seinem zweiten Weltcup-Erfolg in nur zwei Wochen war der 22-Jährige aus Rastbüchl in den Favoritenkreis für die WM in Oslo (23. Februar bis 6. März) gesprungen.

Während im Hintergrund über 10 000 Fans das Lied vom "guten Freund" sangen, konnte der Shootingstar sein Glück kaum fassen. "Als ich vor dem letzten Sprung oben stand, hat mein Herz schon ein wenig schneller geschlagen. Wenn man dann sieht, wie die Fans abgehen, dann gibt einem das den Extraschub", sagte Freund, der für den ersten deutschen Erfolg auf der Mühlenkopfschanze seit Sven Hannawald 2003 sorgte.

Routinier Martin Schmitt (Furtwangen), der als 20. erneut am WM-Ticket vorbeiflog, hat seinen elf Jahre jüngeren Kollegen für weitere Großtaten auf der Rechnung. "Sevi ist im Moment extrem stark. Er wird nicht nervös und weiß, was er kann", sagte der 33-Jährige über seinen Nachfolger, der erst vor zwei Wochen in Sapporo seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert hatte. Zweiter wurde in Willingen der Österreicher Martin Koch vor Simon Ammann (Schweiz).

Von den weiteren fünf deutschen Springern konnte sich keiner unter den besten 15 platzieren. Wie Schmitt müssen auch Pascal Bodmer (Meßstetten) und Stephan Hocke (Schmiedefeld) nach den Plätzen 27 und 29 weiter um das WM-Ticket zittern. Michael Neumayer (Berchtesgaden) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) verpassten als 32. und 33. das Finale knapp.