Tragödie

Ex-Profi stürzt sich in den Tod

Der ehemalige Fußballprofi und Spielervermittler Hans Hägele (70) setzte seinem Leben ein jähes Ende.

Am Montag stoppte er sein Auto mitten auf der Körschtalbrücke in der Nähe des schwäbischen Nellingen, kletterte über die Brüstung und sprang 55 Meter in die Tiefe. Der Duz-Freund des ehemaligen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder stürmte insgesamt für 15 Vereine. Den VfR Heilbronn schoss Hägele 1969 in die Zweite Liga, er war mit 46 Toren in 69 Spielen Schützenkönig. Nach dem Wechsel zu Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga kam er dort aber nur zweimal zum Einsatz. Als Spielervermittler erlangte Hägele durch die "Geldkoffer-Affäre" um den Spieler Mark Rudan bei Alemannia Aachen zweifelhafte Berühmtheit. Spieler und Berater versuchten damals, sich auf Kosten des Klubs zu bereichern. Seine Freunde sagen, Hägele habe den Krebstod seiner Frau Marion vor zehn Jahren seelisch nie verkraftet. Er lebte zurückgezogen in seinem Haus in Esslingen. Als er sich kürzlich selber einer schweren Operation unterziehen musste, verließ ihn mehr und mehr der Lebensmut.