"Bei jedem Spieler sind Fortschritte zu erkennen"

Nach dem 4:2 gegen Südafrika stellte sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann den Fragen der Journalisten.

Herr Klinsmann, wie erleichtert sind Sie, daß es endlich mit dem ersten Saisonsieg geklappt hat?

Jürgen Klinsmann: Uns geht es in der jetzigen Phase nicht in erster Linie um Ergebnisse. Wenn man zurückblickt auf den August vergangenen Jahres, als wir die Mannschaft übernommen haben, muß man objektiv feststellen, daß nahezu bei jedem Spieler Fortschritte zu erkennen sind. Das ist die positive Erkenntnis. Daß hin und wieder Rückschläge kommen, ist einkalkuliert und kann bis zur WM auch noch mal passieren - hoffentlich aber nicht so oft. Bis zur WM werden wir eine gute Mannschaft haben, die dann hoffentlich auch mal zu Null spielt.

Wie haben Ihnen Marcell Jansen und Lukas Sinkiewicz gefallen, was sagen Sie zur Leistung von Tim Borowski?

Marcell hat beeindruckend gespielt, ruhig und mit Drang nach vorn. Er hat sich in die Mannschaft gespielt und wird jetzt erst mal in den nächsten Spielen dabei sein. Dennoch hoffen wir alle auf die Rückkehr von Philipp Lahm. Sinkiewicz hat ebenfalls sehr cool agiert und auch sehr körperbetont gespielt, wie wir es von ihm verlangt haben. Er ist jetzt eine gute Alternative für die Innenverteidigung. Borowski kam bislang bei uns nie richtig zum Zuge, obwohl er immer dabei war. Er hat gut gespielt und sein erstes Länderspiel-Tor gemacht. Sein Problem ist, daß er auf seiner idealen Position einen Michael Ballack vor sich hat.

Ist so eine junge Mannschaft auf dem Feld nicht ein zu großes Risiko?

Da halte ich es wie Otto Rehhagel, der gesagt hat, es gibt keine jungen und alten Spieler, nur gute und schlechte.