Eishockey

Eisbären-Profi Busch soll Lizenz erhalten

Morgen wird die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) die Spielberechtigungen der Profis an die Klubs schicken. Auf der Liste, die der EHC Eisbären erhält, wird auch der Name Florian Busch stehen.

Nach jetzigem Stand "spricht nichts dagegen, dass er spielt", sagt Liga-Sprecher Alexander Morel. Busch war am 23. Juni wegen eines verweigerten Dopingtests vom Sportgerichtshof Cas bis zum 21. Februar 2011 gesperrt worden.

Der 24-Jährige geht gegen das Urteil vor, beim Schweizer Bundesgericht legten Buschs Anwälte eine Rechtsbeschwerde ein. Um zu prüfen, ob der Cas überhaupt zuständig war. Um die Standpunkte beider Seiten einzuholen, setzte das Bundesgericht die Sperre bis gestern aus. Jetzt hat die Weltantidopingagentur (Wada) die Möglichkeit, die Vollstreckbarkeit des Cas-Schiedsspruches beim Berliner Kammergericht zu beantragen. Mehrmals betonte die Wada bereits, die Sperre auch im Ligabetrieb durchsetzen zu wollen. Bis das Schweizer Bundesgericht ein Urteil gefällt hat, wird sich das Kammergericht aber wohl nicht mit dem Fall beschäftigen. Heißt: Busch spielt zunächst, muss aber weiter eine Umsetzung der Sperre fürchten. Mit einer Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts sei kaum vor Mitte September zu rechnen, so Buschs Anwalt Georg Engelbrecht.

Freitag in Kassel wird Florian Busch also auflaufen und mit dem EHC in die Saison starten. Diese scheint schon vor dem ersten Bully entschieden. Zumindest, wenn es nach den Trainern geht. Von den 15 Coaches nennen gleich 13 die Eisbären als großen Favoriten. Wenn jemand Spannung in die Liga bringen kann, dann nur die Adler Mannheim, immerhin neun Trainer schreiben dem DEL-Rekordchampion Titelchancen zu.