Info

Frau oder doch ein Mann? Sportlerinnen mit unklarem Geschlecht

Dora Ratjen (Deutschland/Hochsprung): 1938 wurde bekannt, dass sie ein Mann ist. Ihr vierter Platz bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurde daraufhin aberkannt ebenso wie die aufgestellten Weltrekorde.

Eva Klobukowska (Polen/Sprint): Bei der Staffel-Olympiasiegerin von 1964 und mehrmaligen Weltrekordlerin wurde im Juli 1967 bei der Europacup-Vorrunde in Wuppertal ein xxy-Chromosomensatz festgestellt. Ihre Rekorde wurden gestrichen, Titel und Medaillen durfte sie behalten.

Jolanda Balas (Rumänien/Hochsprung): Die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin verzichtet seit dem Feminitätstest auf internationale Starts. Ihr Arzt soll das Gerücht, sie sei transsexuell, genährt haben.

María Patiño (Spanien/Hürden): Durfte nach einem Gentest, der ein y-Chromosom feststellte, bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul nicht starten.

Tamara und Irina Press (Russland/Kugel/Diskus): Nach Einführung des Feminitätstests verschwanden die Olympiasiegerinnen 1966 urplötzlich von der Wettkampfbühne. Das beförderte das Gerücht, sie seien Männer.

Santhi Soundarajan (Indien/Sprint): Bei den Asienspielen 2006 musste sie ihre Silbermedaille über 800 Meter abgeben, weil ihre Chromosomenkonstellation männlich ist.

Edinanci Fernandes da Silva (Brasilien/Judo): Innenliegende Hoden wurden entfernt. Darf bei den Olympischen Spielen als Frau starten.

Stella Walsh (USA/Sprint): Die gebürtige Polin wurde 1932 Olympiasiegerin über 100 Meter. Als sie 1980 erschossen wurde, stellte sich dann aber heraus: Sie hatte männliche Geschlechtsorgane.