Auf ein Neues: Hertha-Amateure zum dritten Mal gegen Bielefeld

Die Ansetzung gehört nicht zu den Top-Spielen in der Regionalliga Nord. Wenn heute (17 Uhr, Amateurstadion) der Bundesliga-Nachwuchs von Hertha BSC die Amateure von Arminia Bielefeld empfängt, spielt der Tabellen-13. gegen den Siebzehnten. Um eine normale Partie handelt es sich dennoch nicht. Die Teams spielen bereits zum dritten (!) Mal in dieser Saison gegeneinander. Das Duell heute stammt aus der Hinrunde, wurde vom Sportgericht des DFB aber auf Einspruch der Westfalen wegen des Manipulationsverdachts gegen Schiedsrichter Dominik Marks neu angesetzt.

Unter höchst merkwürdigen Umständen gewannen die Hertha-Amateure das erste Spiel am 11. August 2004 mit 2:1. Zur allgemeinen Verwunderung hatte Marks den Bielefeldern ein reguläres Tor aberkannt sowie einen Foulelfmeter und einen Platzverweis gegen sie verhängt. Die detaillierte Schilderung von Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer über eine Verabredung zum Betrug führte zur Annullierung der Partie. Daran änderten auch die schriftlichen Unschuldsbeteuerungen des mit einer Vorsperre belegten Marks nichts.

Inzwischen wurde bereits das Rückspiel ausgetragen. Hertha siegte am 23. März mit 1:0. Heute sollen die drei am grünen Tisch verlorenen Punkte aus Saisonhälfte eins zurückerobert werden. "Wir waren im August die bessere Mannschaft und wollen es auch diesmal sein", sagt Amateur-Trainer Karsten Heine. Verstärkung erhält er von den Profis. Neben Torwart Gerhard Tremmel, Andreas Schmidt und Dennis Cagara bekommen auch Oliver Schröder und der Ex-Bielefelder Artur Wichniarek Spielpraxis. Die bleibt Marko Rehmer vorerst verwehrt. "Er war wieder verletzt und muß erst einmal trainieren", so Chefcoach Falko Götz.

hob