Volleyball

Mark Lebedew ist neuer Trainer des SCC

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Theo Breiding

Das Lesen seines Namens führt erst mal auf die falsche Spur. Herr Lebedew kommt nicht aus Osteuropa, sondern wurde 1967 in Australien geboren. Deswegen spricht sich Lebedew auch "Lebedjuh". Auch die Statur des freundlichen kompakten Mannes führt zusammen mit seiner Herkunft in die Irre.

Der Mann aus Down under ist nicht Rugby-Coach. Mark Lebedew (43) ist neuer Trainer der Volleyballer des SCC.

"Wir hatten zahlreiche Bewerbungen, auch aus dem Ausland", erzählt Manager Kaweh Niroomand, "waren aber nach den ersten Kontakten sehr schnell davon überzeugt, dass Mark der Richtige ist."

Der neue SCC-Trainer war zuletzt beim VC Franken tätig, beendete mit dem Klub, der mittlerweile insolvent und zwangsweise abgestiegen ist, die Saison nur zwei Plätze hinter den Berlinern als Sechster. Niroomand hatte es sehr beeindruckt, dass "Mark trotz der permanenten finanziellen Probleme immer eine gut eingestellte und hoch motivierte Mannschaft aufs Feld geschickt hat." Lebedew, der zuvor bereits die Bundesligisten Eltmann und Wuppertal trainierte und in Belgien, Polen und Italien gearbeitet hat, ist auf das in Bamberg Geleistete "sehr stolz", freut sich über die Anerkennung. "Jetzt aber möchte ich den nächsten Schritt tun. Der SCC ist einer von zwei Traditionsvereinen in Deutschland, eine große Herausforderung für mich und ich bin heiß, würde am liebsten morgen schon loslegen."

Lebedew sagt all das mit einem Lächeln und in fließendem Deutsch, auch, dass die Saison leider erst am 20. Oktober beginnt. Und beim SCC, der die letzte seiner drei Meisterschaften vor sechs Jahren gewann, spricht man mit ihm am Ruder wieder vom Titel. "Wir wollen uns noch auf der Diagonalposition und mit einem vierten Nebenangreifer verstärken", sagt der Coach. "Aber schon jetzt ist die Mannschaft besser als letzte Saison."

Auch, weil Mittelblocker Felix Fischer (27) nach einem Jahr in Paris zurückkehrt und Sebastian Krause aus Königs Wusterhausen und der Lette Viktor Korzenevics aus Almeria/Spanien kommen. "Unser Gerüst aber steht", sagt Niroomand. "Kontinuität könnte in dieser Saison unser großes Plus werden, denn unsere größten Konkurrenten wie Friedrichshafen, Düren und Haching stehen vor einem Umbruch."