Hertha BSC

Chahed geht, Janker kommt aus Hoffenheim

Christoph Janker konnte sich gestern ein Bild von seiner neuen Heimat machen. Der 24-Jährige war nach Berlin gereist, um sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen.

- Wenn der Verteidiger heute wie erwartet den obligatorischen Check besteht, wechselt er ablösefrei von der TSG 1899 Hoffenheim zu Hertha BSC und erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Option auf weitere zwölf Monate. Mit einem Jahresgehalt von rund 500 000 Euro ist er ein günstiger Zugang. Für Hertha ein wichtiges Argument - der Klub muss seinen Personaletat zur neuen Saison von 33,6 auf 28 Millionen Euro reduzieren.

Janker ist zudem vielseitig. Bei der TSG spielte er auf der linken und rechten Abwehrseite und kann auch als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld auflaufen. In der vergangenen Saison absolvierte er 17 Bundesligaspiele.

Verlassen muss Hertha dafür Sofian Chahed. Der zuletzt verletzte Verteidiger erhält keinen neuen Vertrag. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Sofian ist ein Eigengewächs und hat solide Leistungen gezeigt. Unser Entschluss ist der sportlichen Entwicklung geschuldet, denn wir haben unter anderem mit Lukasz Piszczek Alternativen in der Abwehr", sagte Manager Dieter Hoeneß der Morgenpost.

Vor allem aber hat sich der 26-Jährige in den Verhandlungen mit dem Klub verpokert. Die Verantwortlichen waren bereit, sein Gehalt von 750 000 auf rund eine Million Euro zu erhöhen. Chahed, seit 1999 im Verein, nahm das Angebot über Monate nicht an. Er und sein Berater Jörg Neubauer forderten weit mehr als eine Million Euro pro Jahr. Zu viel für die Berliner.

Jahres-Vertrag für Dardai

Über eine gute Nachricht hingegen freut sich Pal Dardai (33). Hertha hat den Vertrag des Mittelfeldspielers um ein Jahr verlängert und bietet ihm eine Perspektive für die Zeit nach seiner Karriere. Sofern der Ungar nicht länger Bundesliga spielt, soll er bei der U 23 eingesetzt werden oder im Nachwuchsbereich arbeiten. Auch Rodnei (23) bleibt Hertha erhalten. Der Klub zog bei dem Abwehrspieler die Option auf zwei weitere Jahre.