Platzreife

Mit Vergnügen zum Handicap

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Kann ja nicht so schwer sein. Mit einem Stock gegen einen Ball schlagen, keine große Kunst. Zum Schläger gegriffen und los geht's, rauf auf den Platz und hinein ins Vergnügen. Irrtum, vor das Vergnügen haben die Götter den Schweiß gesetzt - und die Golfer die Platzreife.

Wer auf einem Golfplatz sein Unwesen treiben will, muss nachweisen, dass er dies nicht zu arg tun wird. Mit der Platzreife zeigt der Golfer, dass er die wesentlichen Regeln des Spiels verstanden hat, dass er weiß, wie man sich auf einem Golfplatz zu benehmen hat. Sprich: nicht gegen die den Golfern heilige Etikette verstößt. Und, dass er über gewisse sportliche Fähigkeiten verfügt und den Platz nicht mit seinem Schläger in einen Acker verwandelt. Denn was bei Könnern so spielerisch aussieht, ist ein hochkomplexer Vorgang. Bis zu 130 Muskeln werden beim Schlag beansprucht, gerne behaupten Golflehrer, dass der Golfschwung nach dem Stabhochsprung der anspruchsvollste Bewegungsablauf aller Sportarten sei.

Wer mit dem Golf beginnen will, ist also gut beraten, Unterricht bei einem Trainer zu nehmen. Das Vergnügen ist nicht ganz billig, im Schnitt 50 Euro kostet eine Einheit, die häufig nicht länger als 45 Minuten dauert. Bei allen Klubs in Berlin und Brandenburg bieten sogenannte Pros Trainerstunden an, vielfach kombiniert mit Etiketten- und Regelschulungen im Rahmen eines Platzreifekurses.

Ist diese erworben, stellt sich als nächste Frage die nach dem richtigen Klub. Der Vorteil einer Klubmitgliedschaft liegt darin, dass der klubeigene Platz jederzeit ohne Zusatzkosten genutzt werden kann. Lohnend für alle, die häufig zum Golfen kommen und die Jahresbeiträge damit schnell amortisieren können.

Eine preiswertere Möglichkeit ist eine Mitgliedschaft über das Online-Portal golf.inter.net. Für 25 Euro monatlich kann man hier vollwertiges Mitglied eines Golfklubs werden; allerdings nicht nach Wahl. Das Zufallsprinzip entscheidet hier, welcher Klub dem Spieler zugelost wird. Liegt dieser nicht in Wohnortnähe, bleibt der Vorteil der Mitgliedschaft im Deutschen Golf Verband (DGV), die Führung des Handicaps durch diesen und die Möglichkeit, auf allen Anlagen als Gastspieler willkommen zu sein.

Diese Vorteile hat auch, wer sich für eine Mitgliedschaft in der Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) entscheidet. Für einen jährlichen Beitrag von 195 Euro können Spieler der VcG bundesweit bei 650 Klubs gegen Greenfee auf die Runde gehen.

( S.L. )