Verwirrspiel um Wechsel von Veli Kavlak zu Hertha BSC

Weihnachten ist vorüber, der Jahreswechsel rückt näher. Gelegenheit also, auszuruhen und Kraft zu tanken für neue Aufgaben oder Projekte, die in 2008 ihre Fortsetzung finden sollen.

Weihnachten ist vorüber, der Jahreswechsel rückt näher. Gelegenheit also, auszuruhen und Kraft zu tanken für neue Aufgaben oder Projekte, die in 2008 ihre Fortsetzung finden sollen. So weilt Michael Preetz seit Heiligabend in Saalbach/Osterreich zum Skifahren. Die einzige Sorge des Leiters der Lizenzspielerabteilung von Fußball-Bundesligist Hertha BSC ist es momentan, dass genug Schnee liegt. Manager Dieter Hoeneß lässt es lieber daheim etwas ruhiger angehen.

Die Gerüchteküche brodelt

Sowohl Hoeneß als auch Preetz werden aber spätestens mit dem Trainingsauftakt am 3. Januar keine Zeit verlieren, um sich nach kickendem Personal umzuschauen, welches der Mannschaft von Trainer Lucien Favre in der Rückrunde weiterhelfen könnte.

Veli Kavlak wird dabei sicher eine Rolle spielen. Aber Hoeneß verweist eine bevorstehende Verpflichtung des Mittelfeldspielers, derzeit bei Rapid Wien aktiv, in der Winterpause im Gegenzug mit einem Wechsel von Stürmer Andre Lima nach Österreich ins Reich der Fabeln. In der deutschen Hauptstadt und auch in Österreich war an den Feiertagen von einem Tauschgeschäft der beiden Offensivspieler berichtet worden.

"Das Thema stellt sich gar nicht", stellt Hoeneß klar. Und Preetz ergänzt: "Davon weiß ich nichts."

Richtig ist: Durch den überraschenden Transfer von Angreifer Mate Bilic zu Sporting Gijon in die spanische zweite Liga hat Rapid Wien Bedarf an einem neuen Stürmer. Richtig ist auch, dass man bei Hertha BSC mit dem für 3,5 Millionen Euro im Sommer von Botafogo verpflichteten Brasilianer nicht zufrieden ist - ein Tor in zehn Einsätzen dokumentieren die enttäuschende Hinrunde. Und dass die Berliner noch einen Mittelfeldmann gebrauchen können, ist seit dem Ausfall von Lucio kein Geheimnis. Aber: Andre Lima jetzt zu Rapid ziehen zu lassen, selbst nur auf Leihbasis, würde den Südamerikaner fast schon zu einem Fehleinkauf abstempeln. Ein Eingeständnis, das niemand bei Hertha BSC nach nur einer Halbserie gern machen möchte. Selbst Rapid Wiens Trainer Peter Pacult sieht nicht, dass "Hertha im Winter auf uns zukommen wird".

Im Sommer 1,5 Millionen angeboten

Was nicht heißen soll, dass Veli Kavlak nicht weiter ein Thema für Hertha ist. Zwar habe es seit den ersten Abwerbungsversuchen im vergangenen Sommer, als man den Wienern 1,5 Millionen Euro Ablöse für den 19-Jährigen geboten hatte, keinen Kontakt mehr gegeben, weder mit Sportdirektor Alfred Hörtnagel noch irgendjemand anderem. Hoeneß und Co. wollen Kavlak jedoch nicht aus den Augen verlieren. So will der Hertha-Manager keineswegs ausschließen, dass der junge Österreicher vielleicht im Sommer nach Berlin wechseln wird. Gelegenheit, ihn erneut zu beobachten, gibt es schon bald: Hertha und Rapid Wien treffen sich Anfang Januar im Trainingslager auf Teneriffa, nehmen am 11. Januar an einem Turnier teil.