Hertha lockt den Schweden Tobias Grahn

Steve von Bergen, Fabian Lustenberger, Lucio und Jaroslav Drobny hat Hertha BSC bereits geholt.

Steve von Bergen, Fabian Lustenberger, Lucio und Jaroslav Drobny hat Hertha BSC bereits geholt. Vier weitere Zugänge kommen noch bis zum 31. August, hatte Hertha-Manager Dieter Hoeneß am Donnerstag versprochen. Gestern wurde der Name eines weiteren Kandidaten publik. So berichten Medien aus Spanien, Zweitligist Gimnastic de Tarragona werde Tobias Grahn (27) für ein Jahr an Hertha BSC ausleihen. Hoeneß sieht die Angelegenheit nicht so weit: "Grahn ist eine Option. Aber es ist noch nichts perfekt."

Der schwedische Nationalspieler stand bereits einmal auf dem Berliner Wunschzettel. Im Herbst 2006 war Grahn Dreh- und Angelpunkt bei Odense BK, jenem dänischen Team, an dem Hertha im Uefa-Cup scheiterte (2:2, 0:1). Grahn entschied sich im Winter aber für die Primera Division. Doch Gimnastic de Tarragona stieg als Letzter ab. Grahn war länger verletzt, erzielte nur zwei Tore.

Hertha erkundigte sich nun bei Xavier Salvado, Präsident von Tarragona, nach dem Schweden. Im Gespräch ist eine Ausleihe für ein Jahr bei 250 000 Euro Leihgebühr. Zudem wird Hertha eine Kaufoption mit festgelegter Summe erhalten. Was für Grahn (1,87 m) spricht: Er ist neben seinen technischen Fähigkeiten kopfballstark, ein Element, das Hertha dringend benötigt. Und mit Stationen in Portugal, Schweden, Dänemark und Spanien international erfahren und robust. Hertha wird in der Bundesliga nicht nur mit 18-, 19-jährigen Talenten bestehen. Zudem Grahn hat Schlag bei den Berliner Fans. So hieß es im Internet: "Grahn wäre ein Riese", schrieb in Nutzer, ein anderer: "Das wäre eine sehr positive Nachricht."

Das Geld für Verstärkungen ist durch die erheblichen Transfer-Erlöse für Kevin Boateng, Christian Gimenez und Christopher Schorch bei Hertha BSC da: Trotz der bisherigen Einkäufe sind noch knapp sechs Millionen in der "Kriegskasse".

Ob Grahn tatsächlich kommt, hängt nun vom Votum von Lucien Favre an. Der tut sich bekanntlich schwer, Personalentscheidungen zu treffen. Aber langsam wird es Zeit. Die Transferperiode endet in 13 Tagen. Und außer der Planstelle von Grahn sind noch drei weitere zu besetzen.

ub