Erleichterung in Hoppegarten

Die Beteiligten wirkten erleichtert. Nachdem die ersten drei von zehn geplanten Renntagen für 2007 auf der Galopprennbahn Hoppegarten abgesagt werden mussten, gaben Andreas Neue und Artur Boehlke die Fakten zur Saisoneröffnung am Pfingstsonntag bekannt.

Die Beteiligten wirkten erleichtert. Nachdem die ersten drei von zehn geplanten Renntagen für 2007 auf der Galopprennbahn Hoppegarten abgesagt werden mussten, gaben Andreas Neue und Artur Boehlke die Fakten zur Saisoneröffnung am Pfingstsonntag bekannt. "Das Programm kann sich sehen lassen. Wir sind gut aufgestellt", sagt Geschäftsführer Boehlke für den Betreiber Rennverein Hoppegarten. Als besonderer Wett-Anreiz gilt eine Garantieauszahlung von 10 000 Euro im fünften von acht Rennen, bei denen 74 Pferde am Start sind. "So etwas", hebt Boehlke hervor, "gibt es an diesem Renntag bundesweit nur bei uns."

Ermöglicht wurde der Saisonbeginn allerdings erst durch einen Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro seitens der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten. "Wir mussten ja 55 000 Euro Vorleistungen bezahlen, damit der Rennbetrieb überhaupt anrollen konnte", erklärt der Geschäftsführer.

Grund für die Absage der vergangenen drei Rennen ist laut Andreas Neue, dem Vorsitzenden des Rennvereins, dass sich die Philosophie darauf ausrichte, keine Schulden zu machen. "Es gibt immer wieder Leute, die eine Veranstaltung nach dem Motto organisieren: mal sehen, was passiert. Wir arbeiten seriös", sagt Neue.

Da zu Beginn des Jahres keine Anschubfinanzierung gewährleistet werden konnte, gab es keine Alternative zu den Absagen.

Dass es solche Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche bzw. der allgemeinen Finanzierung gibt, habe mehrere Gründe. "Es gibt noch immer keinen Käufer für die Galopprennbahn. Durch diesen Schwebezustand sind viele potenzielle Sponsoren verunsichert", ärgert sich der Vorsitzende.

Veräußert wird das Gelände von der Galopprennbahn Hoppegarten GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG). Die erste Ausschreibung lief schon vor einem Jahr an. Der Wunsch der Privatisierung ließ sich bis zum heutigen Tage nicht realisieren. Die Flächen wurden in insgesamt fünf Kategorien angeboten, die aber nur an einen Käufer zusammen verkauft werden sollen. "Das ist vertraglich so festgehalten. Nur so können wir sicher ein Überleben der Rennbahn garantieren", sagt Neue. Er spielt damit auf die knapp 110 Rennpferde und deren Trainer an, die in Hoppegarten vorbereitet werden.

Ein weiterer Störfaktor bei der Suche nach Sponsoren waren laut Boehlke ständige Vorwürfe von Karl-Heinz Oehler, dem ehemaligen Präsidenten des Ex-Betreibers und 2005 in die Insolvenz gegangenen Union-Klubs. Immer wieder erhob der Berliner Anwalt Oehler schwere Vorwürfe der Geldverschwendung und falschen Nutzung von Förderungsgeldern seitens der BVVG.

Um den Fortbestand der Renntage zu sichern, sei deshalb besonders wichtig, dass die Saisoneröffnung ein voller Erfolg werde und somit Signalwirkung hätte. "Wir rechnen mit 9000 bis 12 000 Zuschauer", so Boehlke.