Alles ist möglich

Jörg Runde

Was ist passiert? Hertha BSC hat zum zweiten Mal nach 2001 den DFB-Ligapokal gewonnen. Zufrieden können die Hertha-Verantwortlichen über diesen Erfolg lächeln. Der Triumph spiegelt sicherlich den aktuellen Leistungsstand des Berliner Fußball-Bundesligisten wider - mehr aber auch nicht. Denn Fakt ist, dass die Konkurrenten um die Meisterschaft - Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen - bislang unter Form spielten und Hertha gerade im Halbfinale gegen Dortmund viel Glück hatte. Abwehrschwächen wie in diesem Spiel werden in der Bundesliga schonungslos ausgenutzt. Auch deshalb ist Trainer Huub Stevens gut beraten, jetzt keine Euphorie im Team aufkommen zu lassen. Der 48-jährige Holländer scheint dafür genau der richtige Mann zu sein. Die Organisation müsse stimmen, auf, aber auch außerhalb des Platzes, predigt er immer wieder. Halten sich seine Spieler daran, ist für Berlin in der Bundesliga-Saison 2002/2003 alles möglich. Hertha hat in diesem Jahr das Potenzial, um im Rennen um die deutsche Meisterschaft dabei zu sein. Zumal Stevens mit dem Weltmeister Luizao noch eine Trumpfkarte im Ärmel hat.