Kirch-Krise: Gehaltsverzicht beim KSC

Seit Monaten zieht die Kirch-Krise ihre Kreise, jetzt hat der erste deutsche Profi-Klub vereinbart, was der gesamten Branche bevorsteht. Bei Fußball-Zweitligist Karlsruher SC werden die Gehälter gekürzt - freiwillig. Trainer, Spieler und der gesamte Betreuerstab verkündeten, kommende Saison freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter zu verzichten, um den entstandenen Verlust von etwa 1,5 Millionen Euro an TV-Geldern aufzufangen. «Vor der Kirch-Krise, die den KSC empfindlich trifft, kann kein Spieler die Augen verschließen», sagte Kapitän Thijs Waterink. Wie hoch die Summe der eingesparten Beträge ist, gab der KSC nicht bekannt.

Den Klub drücken rund vier Millionen Euro Schulden. KSC-Präsident Gerhard Seiler hatte bereits bei der Ablösung seines Vorgängers Detlef Dietrich im Februar spontan 3,5 Millionen aufgebracht, um die Badener vor dem finanziellen Kollaps zu bewahren. sid