Fußball

DFB-Pokal: Hertha muss nach Dortmund

Eine ebenso schwere wie reizvolle Aufgabe bekam Hertha BSC für die zweite Runde des DFB-Pokals zugelost. Am 23. oder 24. September muss der Hauptstadt-Klub bei Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund antreten.

Als er das Los Hertha BSC in der Hand hielt, lächelte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ungläubig. "Schon wieder kein Heimspiel für Berlin." Statistisch zu begründen ist es nicht. In Dortmund wird Hertha BSC seine 30. DFB-Pokalpartie seit dem Wiederaufstieg 1997 bestreiten - zum 28. Mal ein Auswärtsspiel. Lediglich gegen den

1. FC Köln (1:2 im Januar 2002) und Borussia Mönchengladbach (3:0 im Oktober 2005) genoss Hertha BSC Heimrecht.

"Schade, ein Heimspiel wäre schön gewesen", sagte Trainer Lucien Favre. "Borussia Dortmund ist ein schwieriges Los. Aber ich sehe es positiv: Die Aufgabe ist machbar."

Diese Ansetzung gab es im DFB-Pokal bisher nur ein Mal. Im April 1968 verloren Hertha im Viertelfinale im Stadion Roter Erde bei Borussia Dortmund 1:2.

Aktuell hatten sich die Bundesligisten in der ersten Pokal-Runde jeweils mit 3:1 durchgesetzt - Dortmund bei Drittligist Rot-Weiss Essen, Hertha BSC bei Regionalligist Eintracht Trier.

Neben dem Prestige geht es für die Berliner und Dortmund auch um Geld: Beide Klubs kassieren für das Erreichen der zweiten Runde 225 000 Euro. Der Sieger wird für den Einzug ins Achtelfinale mit 450 000 Euro belohnt.

Die erfolgsverwöhnten Bayern erhielten wieder ein Heimspiel. "Glücksfee" Linda Bresonik, Nationalspielerin aus Duisburg, bescherte dem Deutschen Meister ein Regional-Derby gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg.