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Die Sauerland-Gruppe

Anschläge vorbereitet Die vier Islamisten der sogenannten Sauerland-Gruppe wollten Autobombenanschläge auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in der Bundesrepublik verüben. Die Männer um einen zum Islam konvertierten Deutschen waren 2006 in einem Lager der Terrorgruppe Islamische Dschihad Union (IJU) im pakistanischen Bergland ausgebildet und auf die Anschläge vorbereitet worden. Nach Deutschland zurückgekehrt, lebten sie in einer Ferienwohnung in Oberschledorn im Sauerland, wo sie mit Wasserstoffperoxid Sprengstoff herstellen und Bomben bauen wollten – so wie es auch bei dem Oberurseler Paar vermutet wird.

Festnahmen Im September 2007 schlug die Polizei zu und verhaftete drei der Männer. Ein türkischstämmiger Vierter wurde später in der Türkei gefasst und ausgeliefert. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte 2010 zwei deutsche Täter unter anderem wegen Verabredung zum vielfachen Mord zu zwölf Jahren Haft. Ein Türke kam für elf Jahre und ein anderer Türke für fünf Jahre hinter Gitter.

Haftstrafe Die Frau des Anführers wurde 2011 in Berlin zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil sie Spenden für Terrororganisationen gesammelt und mit Propagandatexten Mitglieder geworben hatte. Gut ein Jahr später wurde sie aus der Haft entlassen.