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Satiresendung: ZDF nimmt „heute-show“ aus dem Programm ++ Facebook: Passagierin dankt Piloten für bewegende Ansprache ++ Flugverkehr: Spanischer Airbus kehrt auf dem Weg nach München um ++ Kulanzregelung: Kostenlose Stornierungen bei Germanwings per Telefon ++ Schaden: Versicherungsschutz auch bei vorsätzlichem Absturz ++ Fernsehen: RTL verschiebt Drama und Doku über Starfighter

ZDF nimmt „heute-show“ aus dem Programm

Das ZDF nimmt die Satiresendung „heute-show“ wegen der Entwicklung rund um den Absturz der Germanwings-Maschine aus dem Freitagabendprogramm. Darauf hätten sich der Moderator der Show, Oliver Welke, und das ZDF verständigt, teilte der Sender am Donnerstagabend mit. „Die heute-show ist ein Wochenrückblick. Und auf diese Woche satirisch zurückzublicken, ist unserer Meinung nach nicht angebracht“, sagte Welke. Aus den gleichen Gründen werde auch Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royale“ am Freitagabend im ZDF nicht ausgestrahlt.

Passagierin dankt Piloten für bewegende Ansprache

Eine Passagierin hat sich auf der Facebook-Seite von Germanwings für die Ansprache eines Flugkapitäns bedankt. Sie schrieb, dass sie nach dem Absturz mit „gemischten Gefühlen“ in einen Flieger der Airline von Hamburg nach Köln gestiegen sei. „Doch dann begrüßte der Kapitän nicht nur jeden Passagier persönlich, sondern hielt vor dem Start noch eine Ansprache.“ Er habe gesagt, dass „auch die Crew ein flaues Gefühl hat, aber alle freiwillig da sind“. Dass auch die Crew Familien habe, und „alles dafür tut“, abends wieder bei ihnen zu sein. „Es war völlig still“, berichtet die Passagierin. „Und dann hat der ganze Flieger applaudiert.“

Spanischer Airbus kehrt auf dem Weg nach München um

Eine für den Zielflughafen München bestimmte Airbus-Maschine der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling ist am Donnerstag nach dem Start in Barcelona in die katalanische Metropole zurückgekehrt. Wie das Unternehmen mitteilte, hatte der Pilot sich wegen eines technischen Problems zur Rückkehr entschlossen. Der Flugkapitän der Maschine vom Typ Airbus A320 habe einen „Brandgeruch“ wahrgenommen und aus Sicherheitsgründen kehrtgemacht. Am Dienstag war der Airbus A320 der Lufthansa-Tocher Germanwings auf der Route Barcelona-Düsseldorf in den Alpen abgestürzt.

Kostenlose Stornierungen bei Germanwings per Telefon

Nach dem Absturz des Airbus A320 in Frankreich können Germanwings-Kunden zukünftige Flüge kostenlos unter der Nummer 0180/632 03 20 stornieren. Eine kostenlose Stornierung sei nur telefonisch und nicht über das Internet möglich, erklärte ein Sprecher von Germanwings. Die Lufthansa-Tochter bietet nach dem Flugzeugabsturz eine „großzügige Kulanzregelung“ für Kunden, die erst einmal nicht mehr fliegen wollen. Auch Lufthansa selbst kommt seinen Kunden entgegen und schließt kostenlose Stornierungen nicht aus. „Lufthansa prüft das kulant im Einzelfall“, hieß es.

Versicherungsschutz auch bei vorsätzlichem Absturz

Für eine abgestürzte Maschine bestünde nach Einschätzung aus Branchenkreisen auch im Fall eines vorsätzlich herbeigeführten Absturzes Versicherungsschutz. Die Versicherung gilt demzufolge unabhängig von der Ursache des Unglücks. Der führende Versicherer für das Flugzeug ist die Münchner Allianz-Versicherung. „Wir stehen bereit, unseren Kunden so umfassend und so schnell wie möglich zu unterstützen und arbeiten dabei eng mit den anderen beteiligten Versicherern zusammen“, hatte das Unternehmen nach dem Absturz am Dienstag erklärt. Der Konzern trage die Deckung gemeinsam mit mehreren anderen Versicherern.

RTL verschiebt Drama und Doku über Starfighter

Angesichts des Absturzes verschiebt RTL den für kommenden Donnerstag angesetzten Film „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“. Auch die anschließend geplante Dokumentation „Mein Mann war Nummer 57“ werde später ausgestrahlt, teilte ein Sprecher des Kölner Privatsenders mit. In dem Drama geht es um die Piloten der Starfighter-Kampfflugzeuge, die seit Anfang der 60er-Jahre für die Bundeswehr im Einsatz waren. 262 Maschinen stürzten ab, 116 Piloten verloren ihr Leben. Das Drama thematisiere hoch emotional den Schmerz der Hinterbliebenen, so der Sprecher.